Mitmachen - die Seite für junge Leute

Das haben meine Praktikantinnen und Praktikanten erlebt:

  • Praktikumsbericht von Caroline Przybilla

Bei Klassenfahrten nach Berlin ist ein Zuschuss des Deutschen Bundestages möglich. Das Programm beinhaltet dann einen Besuch des Bundestages.

Gerne besuche ich Bonner Schulen für Diskussionsrunden und einen gegenseitigen Austausch – nicht nur am Tag der Kinderrechte oder am Europa-Aktionstag.

Weitere Informationen für Kinder und Jugendliche:

„Mitmischen.de“ ist das Internet-Jugendportal des Deutschen Bundestages, mit einer auf Jugendliche und junge Erwachsene abgestimmten Berichterstattung aus dem deutschen Parlament. Die redaktionelle Arbeit übernehmen ausschließlich junge Autoren. Hier geht es zur Seite.

„Kuppelkucker.de“ ist das Internet-Kinderportal des Deutschen Bundestages. Die Seite richtet sich an Kinder zwischen 5 und 11 Jahren. Sie bietet Informationen über die parlamentarische Arbeit, das demokratische System und das Reichstagsgebäude, sowie aktuelle Nachrichten aus dem Bundestag. Für Kinder, die noch nicht lesen können, werden Texte und Nachrichten als Sprachausgaben angeboten. Hier geht es zur Seite.

Der Deutsche Bundestag vergibt Stipendien für ein Austauschjahr in den USA an Schülerinnen und Schüler und junge Berufstätige. Alle Informationen zum Parlamentarischen Patenschafts-Programm hier und hier.

„Jugend und Parlament“ ist ein groß angelegtes Planspiel, bei dem 315 Teilnehmende im Alter zwischen 16 und 20 Jahren für 4 Tage in die Rolle von Bundestagsabgeordneten schlüpfen. Die Teilnehmer werden dabei von den Abgeordneten nominiert. Alles Infos hier.

Der Deutsche Bundestag bietet auch weitere Jugendprojekte an, z.B. das Planspiel „Parlamentarische Demokratie spielerisch erfahren“ sowie die Kindertage für Kita-Kinder und Schüler bis zur sechsten Klasse. Infos hier.

Unterrichtsmaterialen und weitere Publikationen für Kinder und Jugendliche gibt es hier.

Praktikum

Praktikumsbericht von Sebastian Gebauer (11.04. bis 20.05.2016)

Sechs Wochen lang durfte ich die tägliche Arbeit von Frau Dr. Lücking-Michel begleiten, fünf davon in Berlin. Der voller Terminkalender eröffnete mir die Möglichkeit, eine Vielzahl an Veranstaltungen mitzuerleben. Besonders in den Sitzungswochen geht es dabei Schlag auf Schlag. Arbeitsgruppen, Ausschüsse, Plenum, Gesprächsrunden parlamentarischer Gruppen, parlamentarische Abende und der Empfang von Besuchergruppen aus dem Wahlkreis sind nur einige der unzähligen Termine.

Aber auch außerhalb der Sitzungswoche gibt es viel zu tun, z.B. die Beantwortung von Bürgeranfragen, die weitere Terminplanung oder die inhaltliche Nacharbeitung sowie Vorbereitung der Sitzungswoche. Mit beeindruckendem Enthusiasmus und Sachverstand setzt sich Frau Lücking-Michel dabei für die Belange der Bonnerinnen und Bonner ein. In den Ausschüssen für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Bildung und Forschung konnte ich erleben, wie gelebte Demokratie, ein Ringen um die richtigen Entscheidungen, aussieht.

Bestimmende Themen während meiner Zeit in Berlin waren das EU-Türkei Abkommen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise, das neue Integrationsgesetz der Bundesregierung und das geplante neue Teilhabegesetz. So durfte ich auf der Tribüne im Deutschen Bundestag einige wichtige Entscheidungen, wie die Einstufung der Maghreb-Staaten Algerien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsstaaten und die Fortsetzung der deutschen Beteiligung an den EU-Militärmissionen in Mali und zur Bekämpfung der Piraterie an den Küsten Somalias miterleben.

Die Highlights waren für mich der parlamentarische Abend des Bildungsausschusses mit dem deutschen Astronauten Dr. Alexander Gerst sowie der Caritas-Jahresempfang in Berlin mit unserer Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

Bedanken möchte ich mich sehr herzlich bei Frau Dr. Lücking-Michel und ihrem Team, das mich trotz eines großen Arbeitspensums bei allen Fragen unterstützt hat. Ich habe mich als Teil dieses Teams sehr wohl gefühlt und hoffe, dass ich einen kleinen Beitrag für die erfolgreiche Arbeit von Frau Lücking-Michel leisten konnte.

Jedem, der immer schon einmal wissen wollte, wie der Alltag eines Abgeordneten aussieht, empfehle ich ein solches Praktikum.

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Praktikumsbericht von Christian Weiler (29.2. bis 24.3. 2016)

Vier Wochen lang durfte ich im Wahlkreisbüro unserer Bonner Bundestagsabgeordneten Dr. Claudia Lücking-Michel ein Praktikum absolvieren. Vier Wochen, in denen besonders die Flüchtlingssituation, aber auch die Veröffentlichung des neuen Bundesverkehrswegeplans im Fokus stand.

Das Wahlkreisbüro ist die Verbindung der Bürgerinnen und Bürger zu ihrer Abgeordneten, und damit auch die Verbindung zur Bundespolitik. Dies wurde mir sehr deutlich, als ich die vielen Anfragen, Gesprächstermine und Diskussionsveranstaltungen, die tagtäglich zur Vorbereitung anstanden, gesehen habe.

Besonders die ersten beiden Wochen wurden durch die anstehenden Landtagswahlen, aber auch durch den gemeinsamen EU-Gipfel mit der Türkei, maßgeblich von der Flüchtlingssituation geprägt. Die größte Veranstaltung in diesem Zeitraum war mit Abstand der Diskussionsabend „Bundesstadt, bunte Stadt, buntes Land“ der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Bundeskunsthalle. Gut 500 Leute waren gekommen, um u.a. mit Frau Lücking-Michel über die Situation der Flüchtlinge in Bund und Stadt zu diskutieren. Entgegen meiner Erwartung haben sich sehr viele Menschen hingestellt und klar gemacht, dass sie die Flüchtlinge aufnehmen und ihnen helfen wollen. In letzter Zeit werden die Hetzer gegen Flüchtlinge leider immer lauter, daher hat es mich wahnsinnig gefreut, Menschen zu sehen, die sich öffentlich und ganz klar zur Unterstützung von Flüchtlingen bekannt haben.

Mein persönliches Highlight in den vier Wochen war allerdings die Begleitung unserer Abgeordneten zur Ermekeilkaserne in der Bonner Südstadt. Hier hat Frau Lücking-Michel mehrsprachige Bücher und Spiele der Stiftung Lesen an Flüchtlingskinder verteilt, damit diese spielerisch Deutsch erlernen können. Die Geschichten dieser Familien über ihre Reise auf der sogenannte Balkanroute, über den Krieg in ihren Heimatländern und die Verfolgung zu hören, und dann die sichtliche Erleichterung der Eltern darüber zu sehen, ihre Kinder endlich in Sicherheit zu wissen, wird mich noch lange prägen. Wir reden oft über Flüchtlinge, aber viel zu selten mit ihnen.

Die zweite Hälfte meines Praktikums drehte sich größtenteils um die Veröffentlichung des Bundesverkehrswegeplans. Stunden haben wir damit verbracht, die Gutachten und Resultate im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans zu lesen. Was auf den ersten Blick sehr trocken klingt, ist bei genauerer Betrachtung von einer riesigen Bedeutung für das Leben vieler Bürgerinnen und Bürger und auch für mich. Jeder Autofahrer, der hier täglich pendeln darf, weiß nur zu gut, wie wichtig es ist, neue Verkehrskonzepte und Wege für die Region zu finden und umzusetzen. Bei der Auswertung mitzuarbeiten, war sehr interessant für mich.

Neben diesen zwei großen Themen, die mich in den Wochen beschäftigt haben, konnte ich viele weitere Termine und Aufgaben unterschiedlichster Art vorbereitet, sodass ich einen wahren Rundumschlag durch die gesamten Politikbereiche erfahren habe. Besonders die Verbindung von kommunalen Belangen mit bundespolitischen Themen fällt hier ins Gewicht, denn die Entscheidungen in Berlin betreffen immer auch die Bürgerinnen und Bürger vor Ort.

Zum Schluss möchte ich mich bei Frau Lücking-Michel, Frau Höller und Herrn Wolf für die gute Zusammenarbeit in einem kleinen, aber wahnsinnig tollen Team bedanken!

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Praktikumsbericht von Rebekka Epp (11.1. bis 26.2.2016)

Was verschlägt einen denn als Medizinstudentin zum Praktikum in den Deutschen Bundestag? Neben dem berühmten „Blick über den Tellerrand“ wollte ich in Berlin auch erleben, wie genau politische Entscheidungen getroffen werden – gerade im Hinblick auf die Entwicklungszusammenarbeit. Nach dem Abitur habe ich einen Freiwilligendienst in der Republik Kongo geleistet – seitdem treibt mich die Frage um, was die internationale Zusammenarbeit für mehr Gerechtigkeit in der Welt machen kann. Da Frau Dr. Lücking-Michel im zuständigen Ausschuss sitzt, habe ich mich bei ihr beworben und bin recht gespannt Anfang des Jahres zum zweimonatigen Praktikum angetreten.

Auch wenn man nicht Politikwissenschaften studiert und sich für Paragraphen und Akten wenig erwärmen kann – ein Praktikum im Berliner Büro ist ganz bestimmt nicht langweilig!

In den Sitzungswochen bleibt zwischen Arbeitsgruppen- und Ausschusssitzungen, Bürobesprechung und den vielen Vorträgen zu allen möglichen spannenden Themen kaum Zeit für Schreibtischarbeit. Auch abends werden Abgeordnete zu den verschiedensten Veranstaltungen in Ministerien, bei Verbänden oder Organisationen eingeladen. Und schon sitzt die Praktikantin zwischen lauter gestandenen Karrierefrauen und dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit im Dachcafé des Ministeriums zum Treffen der UN Women.

Allein die Möglichkeit in den weitläufigen Gebäuden rund um den Reichstag unterwegs zu sein und die hohe Promidichte in den Gängen würde schon genug Anreiz bieten, um sich für ein Praktikum zu entscheiden. Aber man kann mit ein bisschen Engagement und Neugier auch inhaltlich wahnsinnig viel mitnehmen.

Auch wenn natürlich jeder Abgeordnete sich auf seine Themen spezialisiert – es bleiben vielfältige Fragestellungen, zu denen recherchiert werden muss. Von der Rolle der Berufsausbildung in der Entwicklungszusammenarbeit bis zur Scheinselbstständigkeit – ich habe Einblick in die unterschiedlichsten Felder bekommen und vieles gelernt.

Gerade im Plenum merkt man deutlich, wo die Frontlinien zwischen den Parteien verlaufen – hier wird bisweilen auf Höflichkeit verzichtet, dazwischengerufen oder ausgebuht. Wenn sich zur namentlichen Abstimmung dann auch tatsächlich alle 600 Abgeordneten im Reichstag versammeln, herrscht im Hohen Haus fast schon Stimmung wie im Fußballstadion.

Aber auf der anderen Seite habe ich oft ernsthafte und sehr gut überlegte Entscheidungsprozesse in den Arbeitsgruppen miterleben können. Frau Lücking-Michel befragt zu schwierigen Themen auch externe Experten und erkundigt sich ganz genau, was ihre Bürger zu Hause in Bonn zu aktuellen Problemen denken. Vor allem aber arbeitet sie eng mit ihren Mitarbeitern zusammen und vertraut lieber auf gute Teamarbeit als auf starre Hierarchie.

Dass ich als Praktikantin so gut in dieses Team integriert wurde und trotzdem immer ermutigt wurde, zu allen möglichen Angeboten rund um den Deutschen Bundestag zu gehen, gab mir die Möglichkeit einen intensiven Einblick zu gewinnen und viele Facetten des Berliner Parlamentsleben mitzubekommen.

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Praktikumsbericht von Johannes Stollhof (2.11. bis 27.11.2015)

November 2015 – ein auch für den parlamentarischen Betrieb im Deutschen Bundestag herausfordernder Monat

So lassen sich die Wochen des Praktikums im Büro der Bonner Bundestagsabgeordneten Dr. Claudia Lücking-Michel auch für mich als Praktikanten zusammenfassen. Eine Vielzahl von Ereignissen und diese Legislatur prägenden Entscheidungen standen auf dem Programm des Bundestages: die Abstimmungen zum Gesetz zur Stärkung der Pflege- und Hospizversorgung und zum Haushalt für das Jahr 2016, unzählige Diskussionen über die Bewältigung der Flüchtlingssituation weltweit und in der Bundesrepublik und Beratungen über die Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes waren und sind Schwerpunkte, die schwerwiegende Beratungen notwendig machen und ob ihrer gesellschaftlichen Bedeutung weit in die Zukunft wirken werden.

Höhepunkt der parlamentarischen Beratungen aber war die Verabschiedung des Gesetzes zur Sterbehilfe, an denen Frau Dr. Lücking-Michel wesentlich mitwirkte und für den letztlich erfolgreichen Gesetzentwurf mitverantwortlich war. Die Abstimmung am Freitag, 06.11.2015, schloss die über ein Jahr andauernden, intensiven Beratungen ab, die immer wieder als „Sternstunde des Parlaments“ bezeichnet werden – und sie ließen aufleuchten, worum es einer Demokratie zu tun ist: das Ringen um Entscheidungen, um Argumente und Überzeugungen, das Aushandeln von unterschiedlichen Interessen und Standpunkten und das in einer Entscheidung, die weit in die Persönlichkeitsrechte jedes Menschen eingreift und von daher besondere Behutsamkeit und Fürsorge verlangt.

Daneben stand für mich erfreulicherweise die Begleitung des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, in dem Frau Dr. Lücking-Michel neben dem Bildungsausschuss ordentliches Mitglied ist. Vor dem Hintergrund meiner eigenen wissenschaftlichen Beschäftigung mit vorwiegend kirchlicher Entwicklungszusammenarbeit gab es hier zahlreiche Anknüpfungspunkte und Vergleichsmöglichkeiten, die eine spannende Arbeit ermöglichten. Flankiert wurde diese Begleitung von einem interessanten Werkstattgespräch im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie eine Kuratoriumssitzung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit.

Abschließend danke ich Frau Dr. Lücking-Michel sowie ihrem Mitarbeiterteam Silvia Hoffmann, Evelyn Höller, Sandy Schneider und Benedikt Wolbeck, für die Möglichkeit, diesen vertieften Einblick in den parlamentarischen Betrieb gewinnen zu dürfen, für die freundliche Aufnahme und die vielfältigen Unterstützungen trotz hoher Arbeitsbelastung.

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Praktikumsbericht von Susanne Schacht (7.9. bis 16.10.2015)

Im Zuge meines Studiums der Politikwissenschaft ist ein Pflichtpraktikum zu absolvieren. Ich entschied mich, dies so politiknah wie möglich zu machen. Daher verbrachte ich sechs Wochen in den Büros von Frau Lücking-Michel, im Wahlkreisbüro in Bonn und im Abgeordnetenbüro in Berlin. Ich bin rückblickend sehr froh, Einblick in die Tätigkeiten beider Büros bekommen zu haben, auch weil Frau Lücking-Michel unterschiedlichen Aufgaben in beiden Büros nachgeht und die Anforderungen an sie als Abgeordnete sehr verschieden sind.

Das Wahlkreisbüro ist naturgemäß näher am Wähler, es gibt eine Bürgersprechstunde und Frau Lücking-Michel hat direkten Kontakt zu den Menschen vor Ort, wenn sie Einrichtungen oder Veranstaltungen besucht. In Berlin konzentriert sich die Arbeit eher auf das parlamentarische Geschehen. So bot sich mir als Praktikantin die Möglichkeit, an Arbeitsgruppen-, Ausschusssitzungen oder dem Plenum teilzunehmen. Hier lässt sich dann hautnah erfahren, was im Studium theoretisch behandelt wird. Das hat mein Verständnis von und Denken über Politik sehr bereichert. Auch habe ich jetzt eine konkretere Vorstellung davon, welchen Bereich des Bachelorstudiums ich im Masterstudium vertiefen möchte und habe ganz nebenbei auch ein Thema für meine Bachelorarbeit gefunden.

Verschweigen möchte ich nicht, dass ich zu Beginn des Praktikums auf den Boden der Realität gefallen bin. Das Studium setzt einem nette Ideen und Ansichten über die Welt in den Kopf, wobei die Welt so gar nicht ist. Allerdings glaube ich, dass jeder am Anfang seines Berufslebens eine solche Erfahrung macht, daher bin ich froh, dass ich dies schon jetzt erlebt habe, um daraus Schlüsse für die Zukunft ziehen zu können.

Wie bereits angesprochen durfte ich zu den meisten Veranstaltungen von Frau Lücking-Michel mitgehen. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Da ich mich in meiner letzten Hausarbeit mit Israel beschäftigt habe, freute ich mich besonders über zwei Veranstaltungen: eine des jüdischen Begabtenförderungswerkes ELES (Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk) und eine Diskussionsrunde mit israelischen Jugendlichen. Gerade bei der Diskussionsrunde zeigte sich, wie unterschiedlich der Blick und das Denken über die Welt sein können, je nachdem wo man herkommt und /oder lebt (zum Beispiel in Bezug auf Geopolitische Ansichten, Umgang mit Flüchtlingen oder Weltpolitischen Entscheidungen).

Zum Abschluss des Bericht möchte ich noch eine erheiternde Erkenntnis aus dem Praktikum berichten: Ich habe bei über 600 Abgeordneten im Deutschen Bundestag die gesamte Bandbreite der deutschen Dialekte hautnah erleben können.

Frau Schacht

Praktikumsbericht von Nardin Maarouf (21.9. bis 02.10.2015)

Wie ein Wimpernschlag entfernt kommt mir der Anfang meines Praktikums vor. Ich hatte in den letzten drei Wochen die Gelegenheit, den Tagesablauf einer Bundestagsabgeordneten und die Organisationsstruktur eines Wahlkreis- und Bundestagsbüros kennenzulernen. Dabei musste ich schnell feststellen, dass die neuen Eindrücke und Erfahrungen rascher hinzukamen, als man diese verarbeiten konnte. Für die Verarbeitung kam dann das Wochenende gerade recht.

Ich verbrachte meine erste Woche in Bonn und übte mich vor allem unter der Aufsicht von Frau Höller in Büroverwaltungsarbeit. In den folgenden zwei Wochen in Berlin besuchte ich neben den Arbeitsgruppen von Frau Dr. Lücking- Michel auch die jeweiligen Ausschusssitzungen zu ihren Schwerpunkgebieten Bildung und Forschung sowie Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In diesen Sitzungswochen stellte sich bei fast jeder Veranstaltung wie zu erwarten die Flüchtlingsthematik in den Mittelpunkt.

Außerdem war ich dabei, als Frau Lücking- Michel ihr Buch Werk zum Thema Sterbehilfe vorstellte. Im Austausch mit den Autoren wurde deutlich, wie brisant und hochaktuell die Auseinandersetzung mit der Thematik ist. Dies wurde noch einmal deutlich, als ich die Anhörung zu den derzeitig eingebrachten vier Gesetzesentwürfen zum Thema Sterbehilfe mitverfolgte, die fast fünf Stunden in Anspruch nahm. Dabei wurde Sachverständigenrat aus dem Bereich der Ethik, Religion, Recht und Medizin eingeholt. Die Entstehung von Gesetzen wurde an dieser Stelle von Theorie zur hautnahen Praxis und war eine interessante Erfahrung.

Ich begleitete Frau Dr. Lücking- Michel auch auf viele weitere Veranstaltungen, wie dem 50-jährigen Jubiläum der Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Auftaktveranstaltung „Dialogperspektiven“, einer Diskussionsrunde mit Lehrern der kirchlichen Kollegs, einer Podiumsdiskussion mit Schülerinnen und Schülern zur derzeitigen Flüchtlingssituation, sowie einem Treffen mit einer Inklusionsgruppe. Im Rahmen der derzeitig aktuellen Flüchtlingsthematik setzte ich mich nebenbei mit Artikel 16 a GG auseinander, um hier auch mit einer juristischen Einschätzung in der Debatte dienen zu können.

Neben der zahlreichen und intensiven praktischen Erfahrungen im Bundestag, im Büro, im Plenum und in den Ausschüssen, war es sehr interessant zu erleben, wie die Organisationsstruktur, die man aus Schule und Studium nur theoretisch kennenlernen durfte, in der Praxis umgesetzt wird.

Bei diesem Praktikum wurde mir besonders deutlich, dass eine Bundestagsabgeordnete eine unglaubliche Bürgernähe besitzen muss, um die Anliegen aus ihrem Wahlkreis zu berücksichtigen. Frau Dr. Lücking- Michel muss nicht nur in den Sitzungswochen national und international denken, sondern im Wahlkreisbüro lokal denken und agieren. Dafür besuchte sie täglich Institutionen oder bot Bürgern die Gelegenheit, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Sie behielt dabei den Überblick, über vielfältigste Themen aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft und musste im Grunde Meinungen und Lösungsansätze finden und auf Beschwerden eingehen. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behielten dabei immer den Durchblick und agierten als starkes Team, was mich ebenfalls sehr beeindruckt hat.

Ich möchte mich an dieser Stelle sehr herzlich für die bereichernde und intensive Zeit bedanken und wünsche weiterhin viel Erfolg, Durchhaltevermögen und Kraft bei der Arbeit.

Maarouf

Praktikumsbericht von Alexandra Steinmeyer (18. Mai bis 03. Juli 2015)

Mein siebenwöchiges Praktikum im Abgeordnetenbüro von Claudia Lücking-Michel fiel in eine sehr ereignisreiche Zeit – in den letzten Wochen vor der Sommerpause mussten nicht nur einige parlamentarische Initiativen bearbeitet werden, sondern es nahm auch die Anzahl der internationalen politischen Entwicklungen zu.

Außerhalb der Berichterstattung von Frau Lücking-Michel konnte ich beispielsweise ihre Mitwirkung an einem Gesetzentwurf zur Regelung der Suizidbeihilfe mitverfolgen – von der Endabstimmung der Formulierung des Entwurfs über die Vorstellung auf einer Pressekonferenz bis hin zur ersten Lesung im Plenum. Daneben konnte ich weitere spannende Plenardebatten zu aktuellen innenpolitischen Themen verfolgen, die die Berichterstattung und damit auch die politische Agenda der vergangenen Wochen beherrschten – darunter das Tarifeinheitsgesetz, die Ehe für alle, Arbeitsmöglichkeiten für Asylbewerber und die Rolle des Verfassungsschutzes.

Geprägt von internationalen Ereignisse waren die Regierungserklärungen der Bundeskanzlerin: G7-Gipfel, Europäischer Rat und – außerplanmäßig – die aktuelle Situation in Griechenland zeigten die Interdependenzen zwischen verschiedenen Politikfeldern wie Innen-, Außen-, Europa- und Entwicklungspolitik.

In den Arbeitsgruppen und Ausschüssen war es für mich besonders interessant zu sehen, wie die beiden Arbeitsschwerpunkte von Frau Lücking-Michel, Entwicklungszusammenarbeit und Bildungspolitik, ineinander greifen – etwa im Bereich der Post-2015 Agenda, aber auch im Falle von Hochschulkooperationen mit Afrika. In den Ausschusssitzungen erlebte ich nicht nur die Besuche von Bildungsministerin Johanna Wanka und Entwicklungsminister Gerd Müller, sondern auch hochrangige externe Gäste wie die Leiterin von UN Women.

Komplementär zu diesen institutionalisierten und teilweise öffentlichen Veranstaltungen bekam ich außerdem die Möglichkeit, Frau Lücking-Michel zu verschiedenen unregelmäßigeren Terminen und persönlichen Gesprächen zu begleiten: Darunter waren auf Fraktionsebene die Arbeitnehmergruppe oder der Arbeitskreis Afrika, auf Parteiebene eine Sitzung des Bundesfachausschusses. Weiterhin hatte ich das Glück, während meiner Praktikumszeit am Betriebsausflug, einer Bootstour auf dem Müggelsee, teilzunehmen.

Ich möchte Frau Lücking-Michel und dem gesamten Team ganz herzlich für die Möglichkeit danken, sieben Wochen lang einen Blick hinter die Kulissen des politischen Berlin werfen zu können. Komplementär zu meinem politikwissenschaftlichen Studium habe viel über politische Entscheidungsprozesse und Informationswege gelernt.

Praktikumsbericht von Chantal Grede (20. April bis 15. Mai 2015)

Ein roter Schal flattert um die Ecke. Klick. Klack. Absätze hallen den langen Korridor entlang. Aufholen! Der Schal weht nun wieder in Sichtweite. Aber schon wieder: Während ich drei Schritte mache, macht sie locker fünf. Zack. Der rote Schal ist mir schon wieder aus den Augen gewichen. Ich hole auf, wenn auch langsam. Triathlon und Halbmarathon sind nichts gegen die Geschwindigkeit meiner Abgeordneten im Deutschen Bundestag.

In der Tat, einer meiner ersten Eindrücke des zu kurzen – aber immerhin vierwöchigen – Praktikums im Bundestagsbüro von Claudia Lücking-Michel war ganz einfach geprägt durch die Energie und Schnelligkeit, mit der sie Termine und Aufgaben antritt. Zugegebenermaßen begann meine erste Woche mit einer Ballung an Terminen, die vielleicht nicht repräsentativ für jede Sitzungswoche in Berlin ist, aber sicherlich auch nicht ungewöhnlich.

Nach einer ausführlichen Bürorücksprache gemeinsam mit den Mitarbeitern des Wahlkreises in Bonn kann die Woche in Berlin beginnen. Im Mittelpunkt der Sitzungswoche stehen meist der Donnerstag und der Freitag mit jenen Debatten, die gewissermaßen zur „PrimeTime“ des Plenums angesetzt sind. Meist sind es auch diese Themen, die von der medialen Öffentlichkeit am stärksten wahrgenommen und journalistisch verwertet werden. Der Schwerpunkt der alltäglichen Arbeit im Haus liegt indes jedoch nicht nur auf der Bearbeitung brandaktueller Probleme, sondern auf der kontinuierlichen Vorbereitung der AG- und Ausschussarbeit, obgleich diese natürlich immer von aktuellen Bewegungen des innerdeutschen, europäischen oder weltlichen Geschehens beeinflusst werden.

Der Montag einer Sitzungswoche stellt zunächst die Möglichkeit dar, Zeit für neuen wissenschaftlichen Input zu schaffen und sich ferner auf das Geschehen der restlichen Sitzungswoche organisatorisch wie auch inhaltlich vorzubereiten. Das heißt z. B. Zeit für Termine mit Fachleuten aus Wissenschaft und Forschung zu finden oder die Anliegen verschiedener Interessensvertreter wahrzunehmen, sich in Eckpunktepapiere einzulesen und Expertise für die anstehenden Sitzungen aufzubauen.

Des Öfteren tagen montags auch schon verschiedene Unterarbeitsgruppen, die vorbereitend für die dazugehörigen jeweiligen Ausschüsse tätig werden, um bestimmte Sachverhalte bereits im Vorhinein zu bearbeiten. Hierbei wird schnell ersichtlich, dass der Deutsche Bundestag tatsächlich ein Ausschussparlament ist, das dem Prinzip der Arbeitsteilung folgen muss, um effektiv und effizient arbeiten zu können. Klartext: In den 21 Ausschüssen werden vielfältigste Themen behandelt und zur Bewältigung der Themenflut teilweise Untergruppen gegründet, um das immense Arbeitspensum bewältigen zu können. So habe ich z.B. öfter dem Unterausschuss „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ oder „Exzellenzinitiative“ des Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung beigewohnt und zahlreiche Diskussionen über die Zukunftsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Deutschland erlebt.

Die Diskussionen in der Arbeitsgruppe zum Thema „Sterbehilfe“ habe ich mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Gelinde gesagt war ich beim ersten Treffen baff, wie hochgradig juristisch einzelne Abgeordnete (und oft: Nicht-Juristen) sich in jedes Wort eines vorgeschlagenen Gesetzestextes einarbeiten. Man kann zurecht sagen, dass dies sicherlich die Aufgabe eines gewählten Volksvertreters ist und sein sollte. Die Inbrunst jedoch, mit der über vermeintliche Kleinigkeiten eines Gesetzesentwurf debattiert wird – und im Bereich Sterbehilfe interfraktionell, also über Parteigrenzen hinweg – hat mich nachhaltig beeindruckt.

Schließlich entstehen Positionspapiere, die dann dienstags in den AG-Sitzungen analysiert und wiederum diskutiert und verändert werden. Wichtiger Bestandteil der Sitzungswoche bildet dann die Fraktionssitzung am Dienstagnachmittag, zu der die Fraktionsebene im Reichstag zur Schaubühne von Politprominenz und eifrigen Journalisten wird, die ihren Informationsdurst am Ende der Sitzungen gestillt sehen wollen. Das ist – wenn auch Fraktionssitzungen ausschließlich zugänglich für Abgeordnete sind – grundsätzlich einen Blick wert, denn die gläserne Fraktionsebene wird vorher und nachher gewissermaßen zu einer Art aufgeregtem Ameisenhaufen.

Mit den Fraktionssitzungen ist dann der Weg geebnet für die Ausschusssitzungen, die mittwochs stattfinden. Hier sind Abgeordnete aller Fraktionen anwesend – und es kann durchaus schon mal hitzig her gehen. Höhepunkt meiner Anwesenheit im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AwZ) war sicherlich der Besuch der Bundeskanzlerin. Ihr Besuch im AwZ und ihre Berichterstattung über den anstehenden G7-Gipfel auf Schloss Elmau stand stellvertretend für ihr Engagement im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Zudem blieben aktuelle Themen nicht ausgespart – sie berichtete über den Fortschritt bzw. die Stagnation der Weiterentwicklung der Europäischen Flüchtlingspolitik auf dem EU-Gipfel am 23. April unmittelbar nach der schrecklichen Tragödie auf dem Mittelmeer.

Wurde das Thema im Ausschuss auf abstrakter Ebene diskutiert, so spürte man an dieser Stelle trotzdem die eigentliche Idee des deutschen parlamentarischen Systems: Verankert in ihren Wahlkreisen haben die meisten Abgeordneten viele Flüchtlinge persönlich kennengelernt. Frau Lücking-Michel ist bei einem Besuch im Begegnungscafé in Dransdorf mit einigen Schicksalen in Kontakt gekommen und hat sich der Angelegenheiten angenommen, in denen sie eventuell hilfreich zur Seite stehen kann. Auch ihre Arbeit zur Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses versucht sie durch den direkten Kontakt zu verankern. So war die Rede zur Sicherung von gutem wissenschaftlichem Nachwuchs am 07. Mai im Plenum u. a. inspiriert von vielfältigen individuellen Diskussionen mit jungem, wissenschaftlichem Nachwuchspersonal und damit sehr realitätsnah. Den Prozess der Entstehung einer Plenarrede hautnah zu erleben und diese dann live und in Farbe von der Zuschauertribüne umgesetzt zu sehen, war ein besonderer Moment des sehr intensiven Praktikums im Bundestagsbüro von Frau Lücking-Michel.

Meinen Wissenszuwachs über die Funktionsweise des Hauses habe ich sowohl Frau Lücking-Michel selbst, aber auch der überaus angenehmen Arbeitsatmosphäre im Büro zu verdanken – keine Frage war zu viel, jede Antwort hilfreich. Ich hatte nie das Gefühl zu stören, aber immer das Gefühl, trotz meines anfänglichen Unwissens über den Betrieb, helfen zu können – wenn ich den roten Schal nicht ab und zu aus dem Blick verlor, denn in Sachen Tempo und Schrittweite muss ich wohl noch ordentlich aufholen.

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Praktikumsbericht von Frederic Groß (16.3. bis 17.4. 2015)

Während meines vierwöchigen Praktikums im Bonner Wahlkreisbüro von Frau Dr. Lücking-Michel konnte ich eine Vielzahl von unterschiedlichen Eindrücken sammeln. Mein Tag als Praktikant begann mit der Erstellung einer Presseschau, in der ich dafür Sorge zu tragen hatte, dass der Informationsstand bezüglich der momentan bearbeiteten Anliegen stets der aktuellste war.

Der Einblick in die politische Praxis umfasste neben der Bearbeitung von Bürgeranfragen und Rechercheaufgaben beispielsweise auch die Konzeption einer Themenwoche unter dem Aspekt des Ehrenamtes. Dabei suchte ich engagierte und attraktive ehrenamtliche Initiativen heraus, welche sich besonders um das Wohl der Bonnerinnen und Bonner verdient machen und deren Arbeit eine tiefergehende Würdigung erfahren soll. Die Resonanz nach Kontaktaufnahme mit den jeweiligen Organisationen war durchweg positiv.

Um den teilweise sehr komplexen und fordernden Arbeitsalltag bewältigen zu können, herrschte durchweg ein reger und enger Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen aus Berlin. Durch mein Praktikum wurde mir deutlich vor Augen geführt, wie vielschichtig und umfassend das Betreiben „bürgernaher“ Politik doch ist. Kaum ein aktuelles Thema blieb unbehandelt, die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger an der Gestaltung des (politischen) Alltags war allgegenwärtig.

Die Zusammenarbeit funktionierte reibungslos, man stand mir auch bei Fragen stets hilfreich zur Seite, gab wichtige Hinweise zur sachgerechten Bearbeitung und hatte jederzeit eine Erklärung parat. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals herzlich bei allen Beteiligten, insbesondere bei Frau Höller, für diese fruchtbare Zusammenarbeit bedanken.

Des weiteren begleitete ich Frau Dr. Lücking-Michel zu einigen Terminen im Wahlkreis. Diese illustrierten nochmals eingehend den Facettenreichtum der Abgeordnetenarbeit und brachten mich in Kontakt mit einer Vielzahl von brisanten Thematiken und interessanten Einrichtungen.

Ich persönlich freue mich sehr, die Chance erhalten zu haben, an dieser Arbeit mitgewirkt zu haben. Die Aufgaben, mit denen ich konfrontiert war, stellen eine wichtige und hilfreiche Erfahrung dar.

Solche Einsichten in den Berufsalltag und die hier gesammelten Eindrücke sind definitiv ein wichtiger Baustein für meine Berufsorientierung. Ich kann jedem empfehlen, selbst einmal in diese Welt einzutauchen und sich ein Bild von der Arbeit einer Bundestagsabgeordneten und ihrer Wahlkreisarbeit zu machen.

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Praktikumsbericht von Pavlo Hrosul (2. März bis 27. März 2015)

Die Arbeit der Abgeordneten Frau Claudia Lücking-Michel durfte ich vier Wochen lang hautnah erleben, zunächst im Wahlkreisbüro in Bonn und dann im Bundestagsbüro. Dadurch konnte ich meinen Blick für die unterschiedliche Arbeit der Abgeordneten zwischen Wahlkreis und Hauptstadt schärfen. Diese Erfahrungen waren sehr wertvoll für mich.

Mein erster Tag begann am Bonner Markt. Im Wahlkreisbüro recherchierte ich zu verschiedenen kommunalen Themen. Ich half bei der Büroorganisation und lernte die Arbeit einer Abgeordneten in ihrem Wahlkreis kennen. Viele Termine mit Bonner Bürgern und Einrichtungen sowie die Sprechstunden machten den Terminkalender bunt und attraktiv. Ich durfte Frau Lücking-Michel bei der Veranstaltung vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zum Thema „Flüchtlinge und Entwicklungspolitik“ begleiten und sogar mitdiskutieren.

Mit frischen Ideen aus dem Wahlkreis kommt Frau Lücking-Michel in den Bundestag nach Berlin. Hier erlebte ich die Bundespolitik hautnah. Frau Lücking-Michel nahm mich zu vielen Terminen mit, zu Arbeitsgruppen und Ausschüssen, zu Fachgesprächen und öffentlichen Anhörungen. Auch an einigen Plenarsitzungen konnte ich teilnehmen. Somit sammelte ich viele Erfahrungen in verschiedenen Themenbereichen. Dabei lernte ich: Kritik, Diskussionen und Transparenz gehören unbedingt zum deutschen Parlamentarismus dazu.

Als Inhaber des Hausausweises darf man alle Häuser des Bundestages betreten. So kann man viel erleben und sehen: natürlich die Kuppel , aber auch viel Kunst und die große Bibliothek. Von der Bundestagkuppel aus genießt man die schöne Aussicht auf die deutsche Hauptstadt, ihre Geschichte und Politik.

Einmal durfte ich auch die Rolle des Abgeordneten spielen, dank der tollen Veranstaltung „Rollenspiel im Deutschen Dom“. Sehr empfehlenswert. Außerdem besuchte ich den Bundesrat und das ARD-Hauptstadtstudio.

An diese Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Frau Claudia Lücking-Michel für das Praktikum bedanken. Ich sammelte viele Kontakte, lernte viele andere Praktikanten kennen, erlebte die deutsche Politik und Geschichte. Vielen Dank auch an das tolle Team in Bonn und Berlin. Es hat mir viel Spaß gemacht, mit allen Kolleginnen und Kollegen einen Monat lang zu arbeiten.

Ich kann nur jedem empfehlen, das deutsche Parlament zu besuchen und die deutsche Politik zu erleben.

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