Religion und Kirche

Vortrag zum Thema Christenverfolgung: „Ohne Religionsfreiheit gibt es keinen Frieden“

Am Montag, 30. Januar 2017, wird Claudia Lücking-Michel in der Evangelischen Kirchengemeinde Hardtberg zum Thema Christenverfolgung sprechen. „Von allen Religionen ist das Christentum am meisten verfolgt: in 130 Ländern können sich Christen nicht sicher fühlen“, betont die CDU-Bundestagsabgeordnete für Bonn.

Lücking-Michel wird ab 19.30 Uhr im Gemeindezentrum Matthäi-Kirche, Gutenbergstraße 10, u.a. über ihre Arbeit im Stephanuskreis sprechen. Dies ist ein überkonfessionelles Gesprächsforum der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, das sich um verfolgte Christen in aller Welt kümmert. Auch ihr Engagement im „International Panel of Parlamentariens for Freedom of Religion or Belief“, einem internationalen Netzwerk von Parlamentariern zum Schutz der Religionsfreiheit, wird Thema sein.

Lücking-Michel: „Ich bin überzeugt, dass es ohne Religionsfreiheit keine Freiheit und ohne Freiheit keinen Frieden gibt. Jeder hat das Recht in Freiheit und Würde zu leben und dazu gehört auch das Recht seine Religion und Weltanschauung frei ausüben zu dürfen.“ Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Außerdem wird Lücking-Michel am 30. Januar ab 16 Uhr das Café Nachbarschaft der Kirchengemeinde Hardtberg besuchen. Es ist nicht nur ein Café, sondern gibt Antworten auf verschiedene Fragestellungen des täglichen Lebens. Mit diesem Projekt sollen Angebote und Strukturen aufgebaut werden, die auch die Integration von Flüchtlingen erleichtern.

110 Parlamentarier aus 50 Ländern beraten über das Grundrecht auf Glaubensfreiheit

Gemeinsam mit der Internationalen Parlamentariervereinigung für Religionsfreiheit und der Konrad-Adenauer-Stiftung hatte die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag zur Internationalen Parlamentarierkonferenz zur Religionsfreiheit eingeladen. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Claudia Lücking-Michel nahm als Mitglied des Deutschen Bundestages an der Konferenz teil. „Die Religionsfreiheit ist ein Kernthema der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Es macht uns daher stolz, dass sich 110 Parlamentarier aus 50 Ländern nun erstmalig Berlin als Tagungsort ausgesucht haben, um über das Grundrecht auf Religionsfreiheit zu diskutieren“, betonte Lücking-Michel. Diskutiert wurde vom 12. bis zum 14. September mit Experten aus Regierungen, der UNO, Weltreligionen und Nichtregierungsorganisationen.

tagung-religionsfreiheitIm letzten Jahr fand die Tagung am Sitz der Vereinten Nationen in New York statt. (Den Reise Bericht von Frau Lücking-Michel finden Sie hier, die dort verabschiedete Resolution können Sie hier lesen). Zu den diesjährigen Diskutanten gehörten der Friedensnobelpreisträger José Ramos-Horta und die einzige jesidische Abgeordnete im irakischen Parlament, Vian Dakhil. Frau Lücking-Michel moderierte auf der Tagung die Diskussionsrunde zum Thema „Förderung der Religionsfreiheit durch die Vernetzung zwischen Parlamentariern mit Nichtregierungsorganisationen und der Wissenschaft“.

tagung-religionsfreiheit2Christen, Juden, Muslime und Angehörige religiöser Minderheiten setzten auf der Tagung ihre Stimmen dafür ein, das Grundrecht auf Religionsfreiheit weltweit durchzusetzen. Die Konferenz knüpfte dabei an den hoffnungsvollen Auftakt an, erste Erfahrungen einer interparlamentarischen Außenpolitik wurden beleuchtet und neue Impulse gesetzt: Wie können Parlamente und Abgeordnete erfolgreich für eine Politik der Religionsfreiheit wirken? Welche Hindernisse stehen dem im Wege und was können wir tun, um sie zu überwinden? Nicht zuletzt: Wie kann das Netzwerk für die Religionsfreiheit weiter wachsen? CDU-Fraktionsvorsitzender Volker Kauder betonte: „Es wird aber auch eine Reihe von eindeutigen Interventionen an die Adresse von Regierungen geben, die die Glaubensfreiheit missachten.“ Kauder nannte dazu die Regierungen von Vietnam, Eritrea, Pakistan und Myanmar. „In diesen Interventionen geht es immer um konkrete Einzelfälle.“

Organisiert wurde die Tagung von der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem International Panel of Parlamentarians for Freedom of Religion or Belief (IPPFoRB). „Diese weltweite Vernetzung von Mitgliedern unterschiedlicher Parlamente zu diesem Schlüsselthema der Menschenrechte ist bislang einzigartig. Dieser Gruppe gehöre ich gerne an“, so Lücking-Michel

tagung-religionsfreiheit1Am letzten Tag der politischen Konferenz war die CDU/CSU-Bundestagsfraktion Gastgeber. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach zu den Abgeordneten. Dabei hat Merkel mit Nachdruck für Religionsfreiheit und Toleranz gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen geworben – weltweit, aber auch in Deutschland. Dies sei „ein Kernbereich dessen, was unser Land auszeichnet“.

Dass Bündnisse sich lohnen, hat die Vergangenheit gezeigt: Lange Jahre hatte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion gemeinsam mit dem Partner im österreichischen Parlament, der ÖVP, einen Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit auf europäischer Ebene gefordert. Mit der Ernennung von Jan Figél am 6. Mai diesen Jahres durch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist diese Forderung schließlich in Erfüllung gegangen.

Auch gibt es auf Initiative der CDU/CDU-Bundestagsfraktion in diesem Jahr erstmalig einen Bericht zur Situation der Religionsfreiheit weltweit, der am 23. September erstmalig Gegenstand der Debatte im Bundestag sein wird. Die Erkenntnisse der internationalen Tagung wird die CDU/CSU-Bundestagsfraktion direkt einfließen lassen können.

Hintergrundinformationen:
Am 30. November 2014 gründete sich in Oslo das International Panel of Parlamentarians for Freedom of Religion or Belief (IPPFoRB). Insgesamt 30 Abgeordnete aus Parlamenten weltweit formulierten die „Oslo Charter for Freedom of Religion or Belief“ im Nobel Peace Center. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion gehörte zu den Erstunterzeichnern. Bis 2019 will der Parlamentarierverbund ein etabliertes internationales Netzwerk mit regionalen Verbünden sein. Ziel ist es, die Abgeordneten zu Botschaftern des Menschenrechts auf Religionsfreiheit in ihrem Heimatland und darüber hinaus aufzubauen.

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Buchpräsentation „Sterben dürfen? Sterben helfen?“

Zwei Tage vor der öffentlichen Anhörung zum Thema Sterbehilfe im Deutschen Bundestag hat der Bonifatius Verlag das Buch „Sterben dürfen?“ Sterben helfen?“ in Berlin vorgestellt. „Es ist ein Buch zur Orientierung in einer zentralen gesellschaftlichen Frage geworden“, betonte die Herausgeberin Claudia Lücking-Michel bei der Präsentation.

So beinhaltet das 200 Seiten starke Buch ganz unterschiedliche Ansätze und Zugänge zur schwierigen Thematik Suizidbeihilfe. Lücking-Michel sprach von einem „fairen Wettstreit der Argumente“ und verwies auf die prominenten Autoren aus Politik, Medizin, Justiz und Theologie. Das Werk versammelt persönliche und kontroverse Beiträge von u.a. Tilman Jens, Sylvia Löhrmann, Dietmar Mieth, Michael Brand und Michael de Ridder. Der bei der Buchpräsentation anwesende Autor Andreas Lob-Hüdepohl sprach von einem „sehr ehrlichen Buch“, welches die „Streitigkeit des heiklen Themas“ dokumentiere.

Das Buch basiert auf einer Tagung der Gemeinschaft Katholischer Männer und Frauen (KMF) und dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB), die im Mai 2015 zum Thema Sterbehilfe in Köln stattfand. „Es ist wunderbar, dass die mehrtägige und hochkarätig besetzte Tagung nun in diesem Werk Niederschlag findet“, sagte der KMF-Geschäftsführer Franziskus Siepmann. „Sterbehilfe ist zwar kein Tabuthema mehr, trotzdem beschäftigen sich viele Menschen nur ungern mit der Thematik“, erklärte Michael Ernst, zuständiger Lektor im Bonifatius Verlag. Gerade deshalb sei das Buch eine lohnende Lektüre, die Orientierung schaffe und eine gut begründete Meinungsbildung ermögliche.

„Unser Auftrag ist es, Diskussion, Meinungsbildung und Positionsfindungen anzuregen und dann als Einzelne wie als Verbände in die Gesellschaft und auf den Gesetzgebungsprozess einzuwirken“, sagte Lücking-Michel, die als Mitglied des Deutsches Bundestags in den vergangenen Monaten an einem Gesetzesentwurf gearbeitet hat, der organisierte, genauer geschäftsmäßige Formen der Suizidbeihilfe unter Strafe stellt.

Buch

Stellten das Werk in Berlin vor: KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth, Autor Andreas Lob-Hüdepohl, KMF-Geschäftsführer Franziskus Siepmann, KMF-Leiterin und Herausgeberin Claudia Lücking-Michel sowie Lektor Michael Ernst (v.l.).

Verteidigt die Religionsfreiheit als Menschenrecht

Zusammen mit rund 60 weiteren Bundestagsabgeordnete der CDU/CSU-Fraktion unterstütze ich den internationalen Aufruf zum aktiven Handeln gegen die weltweite Verfolgung religiöser Minderheiten. Damit schließen wir uns einem offenen Brief von über 100 Abgeordneten des Europäischen Parlamentes an, mit dem diese den Schutz der Religions- und Glaubensfreiheit als Menschenrecht und damit den Schutz religiöser Minderheiten fordern.

Wir erfahren von immer mehr Menschen überall auf der Welt, die ihres Glaubens wegen verfolgt oder unterdrückt werden. Die Flüchtlinge, die vor dem Terror des Is-lamischen Staates in Syrien und Irak bei uns in Europa Schutz suchen, sind nur die sichtbare Spitze aller religiös Verfolgten und Unterdrückten. Es geht uns darum, ein ebenso sichtbares Zeichen in die Welt zu senden. Wir fordern von allen Staaten: Verteidigt die Religionsfreiheit als Menschenrecht!

So muss das Recht auf Religionsfreiheit auch in zwischenstaatlichen Verträgen, Verhandlungen und selbst inoffiziellen Begegnungen angesprochen werden. Die freie Religionsausübung ist kein zweitrangiges, im Notfall verzichtbares Recht. Im Gegenteil, dieses zentrale Menschenrecht hat das Potenzial für Frieden zu sorgen.

Der Vorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Volker Kauder MdB, stellt sich inhaltlich ebenfalls voll hinter den Aufruf der Europaabgeordneten. Ich bin Teil einer zwölfköpfigen Delegation um den Vorsitzenden, die Mitte September am Treffen des „International Panel of Parliamentarians for Freedom of Religion and Belief“ (IPPFoRB) in New York teilnimmt. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion veranstaltet diese Konferenz gemeinsam mit dem IPPFoRB. Gemeinsam mit Vertretern der Ver-einten Nationen, Diplomaten und Abgeordneten aus aller Welt wird dort über inter-nationale Lösungsmöglichkeiten im Kampf gegen die wachsende Unterdrückung eines der zentralsten Menschenrechte gesprochen: Über die Religionsfreiheit.

Der Stephanuskreis der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist ein überkonfessionelles Gesprächsforum, das für Toleranz und Religionsfreiheit eintritt und sich um die Situation verfolgter Christen in aller Welt kümmert. Ihm gehören zur Zeit 86 Mitglieder an.

Aufruf_Abgeordnetenliste

Stephanuskreis_Gruppenfoto

Deutsch-Israelische Parlamentariergruppe verurteilt Welle des Antisemitismus

Besorgt über den Ausbruch antisemitischer Gewalt- und Straftaten, insbesondere auf Demonstrationen, hat die Deutsch-Israelische Parlamentariergruppe, in der Claudia Lücking-Michel Mitglied ist, heute folgende Stellungnahme abgegeben:

„Fraktionsübergreifend ist für uns klar: Wir verurteilen jede Form des Antisemitismus aufs Schärfste. Insbesondere auf Gaza-Solidaritäts-Demonstrationen haben sich europaweit und auf Deutschlands Straßen fürchterliche Szenen ereignet, die von der Relativierung und Leugnung des Holocausts, über antisemitische Sprechchöre bis hin zu Gewaltausbrüchen gegen vermeintlich pro-israelische Demonstranten und vermeintlich jüdische Mitbürger reichten. Diese Eskalation hat eine neue Qualität erreicht und veranlasst uns zu großer Sorge.

Wir bekennen uns zum demokratischen Grundrecht der Demonstrations- und Meinungsfreiheit und sehen deshalb Medien, Politik und Zivilgesellschaft gleichermaßen in der Pflicht, jeder Form von Antisemitismus klar zu widersprechen.

Auch wir fordern einen schnellen Waffenstillstand und eine Rückkehr von Israelis und Palästinensern an den Verhandlungstisch. Wer sich Frieden im Nahen Osten wünscht, kann aber nicht Seit‘ an Seit‘ mit jenen marschieren, die Hass und Gewalt gegen Jüdinnen und Juden propagieren.“

Forderung: Freilassung einer sudanesischen Christin

Der Fall der 27-jährigen Christin, die im Sudan wegen ihrer Hinwendung zum Christentum und Ehebruchs zum Tode verurteilt worden ist, ist weltweit durch die Presse gegangen. Der Stephanuskreis der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat nun einen Brief an den sudanesischen Botschafter in Berlin formuliert, in dem alle Mitglieder die Freilassung der jungen Mutter fordern. Den Brief und eine Liste aller Unterzeichner finden Sie hier:

Brief des Stephanuskreises