Begegnungen

Bundesminister Dr. Gerd Müller: „Eine Welt – unsere Verantwortung“, 16.03.2017, Deutsche Welle, Bonn

Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Dr. Claudia Lücking-Michel war Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller MdB am 16. März 2017 in der Deutschen Welle in Bonn zu Gast. Mehr als 200 Gäste waren gekommen, um seinen Vortrag mit anschließendem Bürgergespräch zum Thema „Eine Welt – unsere Verantwortung“ zu hören. An Ständen im großen Foyer des Senders konnten sich die Besucher zudem auf dem „Markt der Möglichkeiten“ über mehr als 20 verschiedene Organisationen aus der Entwicklungszusammenarbeit informieren.

In seinem Vortrag nahm Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller Bezug auf die globalen Herausforderungen der Entwicklungspolitik. So sprach er über Themen wie Flucht und Klimawandel sowie die Mammutaufgabe, die Globalisierung gerechter zu gestalten. Müller konnte dabei über viele praktische Erfahrungen aus seinen zahlreichen Aufenthalten in Entwicklungsländern berichten. Während die Globalisierung in Europa als Chance aufgenommen wird, zeigt sie in der Dritten Welt oft vielfältige negative Effekte. Ein Beispiel ist die Globalisierung von Informationen: Kinder in der Dritten Welt sehen die Chancen und Entwicklungen in den westlichen Staaten und verlassen deshalb ihr Land. Zusätzliche Migrationsströme sind die Folge.

BM Müller befasste sich  auch mit der Entwicklung der Weltbevölkerung. Diese wächst jährlich um 80 Millionen Menschen an. Vor allem in Indien und Afrika vergrößert sich die Bevölkerung rasant. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Weltbevölkerung verdoppelt haben. „Daraus ergeben sich dramatische Herausforderungen“, mahnte der Minister.

Müller setzt sich daher für eine neue Form der Zusammenarbeit mit dem Chancenkontinent Afrika ein. Er stellte mit dem sogenannten „Marshallplan mit Afrika“ keinen „Notfallplan“, sondern vielmehr ein Gesamtkonzept, basierend auf der Eigenverantwortung Afrikas und der Zusammenarbeit mit Reform-Champions vor. Die Eckpunkte für den Marshallplan mit Afrika hatte Müller zu Beginn des Jahres im Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit vorgestellt. Hierzu konnten Bürgerinnen und Bürger Rückmeldungen und Kommentierungen abgeben, die nun in die Planungen eingearbeitet werden.

Abschließend gab Bundesminister Müller ein klares Bekenntnis zu Bonn: Es ist gut und wichtig, dass Bonn nach wie vor der erste Regierungssitz des BMZ sei. Bonn böte die Möglichkeit zur optimalen Zusammenarbeit mit den ansässigen UN-Organisationen. Der Wert Bonns als entwicklungspolitisches Zentrum steige zudem auch in Zukunft, da ein weiteres UN-Büro nach Bonn kommt: Am 3. Mai 2017 wird das neue Investitions- und Technologieförderungsbüro (ITPO) der UNIDO von Müller feierlich in Bonn eröffnet.

Podiumsdiskussion am Carl-von-Ossietzky Gymnasium

Einen kleinen Vorgeschmack auf den kommenden Wahlkampf habe ich Anfang März am Carl-von-Ossietzky Gymnasium erhalten: Meine Bonner Bundestagskollegen und ich stellten uns gemeinsam den Fragen einiger Schülerinnen und Schüler. Herzlichen Dank für die Einladung und den Bericht, der hier zu finden ist.

Freiluftwohnen in der Bonner Innenstadt

Heute Mittag habe ich die Aktion „Freiluftwohnen“ des Vereins für Gefährdetenhilfe, des Caritasverbands der Stadt Bonn und des Hauses Maria Königin Bonn auf dem Münsterplatz besucht. In Bonn kommen 20 und mehr wohnungslose Personen auf 10.000 Einwohner – Tendenz steigend! Eine eindrucksvolle Aktion um auf die Situation wohnungsloser Menschen – gerade in den kalten Wintermonaten – und den Mangel an entsprechendem Wohnraum aufmerksam zu machen! Vielen Dank für das interessante Gespräch an Nelly Grunwald und Gerhard Roden!

Zum Vorlesen in der Kita „Die kleinen Strolche“

In der Kita „Die kleinen Strolche“ habe ich heute den Kindern vorgelesen. Natürlich habe ich mich passend zu dem Termin für eine Weihnachtsgeschichte entschieden. Mit solch gespannten Zuhörern bereiten mir Termine immer eine besondere Freude. Im Anschluss habe ich noch ein Gespräch mit der Leitung der Kita geführt. Vielen Dank, dass ich zu diesem weihnachtlichen Besuch vorbeikommen durfte!

Spendenübergabe bei dem Begegnungscafé der Pfarrgemeinde St. Thomas-Morus

Am Nachmittag war ich bei dem Begegnungscafé der Pfarrgemeinde St. Thomas-Morus zu Gast und habe dort eine Spende übergeben. Bei dem Flüchtlingstreff kommen die Menschen miteinander ins Gespräch, tauschen sich aus und können so ihre Probleme für einen Moment hinter sich lassen. Einrichtungen wie das Flüchtlingscafé sind von großem Wert, was nicht zuletzt die Vielzahl der Besucher zeigt. Sehr gerne unterstütze ich das Begegnungscafé meiner Pfarrgemeinde daher durch eine Spende.

Die Königsskulpturen Ralf Knoblauchs

Einführungstext von Theologin Dorothee Sandherr-Klemp
anlässlich der Einweihung der Dauerleihgabe einer Königsskulptur von Ralf Knoblauch für das Bonner Wahlkreisbüro von Claudia Lücking-Michel, 11. Dezember 2016:

Liebe Gäste, liebe Claudia, lieber Ralf,

An die 100 Könige sind in den letzten Jahren in den ganz frühen Morgenstunden in meditativer, aber auch ganz schön anstrengender Arbeit in der Kunstwerkstatt Ralf Knoblauchs entstanden. Und nun steht einer hier. Schauen wir also auf diesen König, der jetzt, stellvertretend für viele andere ganz eigen-artige Könige und Königinnen, hier bei Claudia Lücking-Michel, also direkt im politischen Getümmel steht. Warum steht er hier? ¬ Früher haben sich die wichtigen Leute, die Herrschenden ein Wappen zugelegt. Und typisch für diese Wappen waren Symbole der Macht. Adler, Greif, Löwe. Und die Löwen kennt man ja auch als Skulpturen, rechts und links des Aufgangs eines Anwesens.

Warum also stellst Du, liebe Claudia, einen solchen, doch sehr bescheiden und fast demütig wirkenden, lächelnden König in dein Bonner Büro? Denn, das müssen wir zugeben, der „Glamourfaktor“ dieser Könige ist nicht besonders hoch. Auch die immer bescheidene, wenig raumgreifende Haltung der Könige unterläuft ja unsere Erwartung an eine königliche Erscheinung, an königliches Gebaren. Machtgebaren sieht anders aus, nicht wahr Claudia, Du kommst ja frisch vom CDU-Parteitag, Du musst es ja wissen…

Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb ¬ stellst Du hier bewusst diesen bescheidenen, demütigen, nach innen schauenden König auf: Runde, nicht gestraffte Schultern, Arme, die nah am Körper liegen – Ralf Knoblauchs Könige sind nicht gerade auf Expansion aus. Sie nehmen anderen gewiss nicht die Luft zum Atmen. Und doch ist in diesem nach innen gerichteten Blick der Könige, in ihrer ruhigen, in sich gekehrten Haltung eine königliche Konstanz, eine erstaunliche und fast ansteckende Ruhe und Gelassenheit, WÜRDE zu spüren. Die Würde des Menschen, eines jeden Menschen, darum geht es dem Künstler Ralf Knoblauch bei seinen Königen. Würde: Ein wichtiges Thema, ein heikles Thema, ein Thema auch, bei dem die Phrase ganz nah ist.

Wenn ich an die Orte und Länder denke, die Claudia Lücking-Michel in den letzten Jahren bereist hat, sozusagen von Pakistan bis Palästina, dann ist klar, dass die Würde, die Königswürde der Menschen dort keine Realität ist, die sich allzu sehr aufdrängt. Und wenn ich an Ralf Knoblauchs Arbeit als Diakon in sozialen Brennpunkten denke, an die Menschen mit ihren Verlusten, Abhängigkeiten, verlorenen Hoffnungen, dann fällt es mir auch nicht so leicht, von Würde, gar von Königsein der Menschen dort zu sprechen. Und wenn wir an die unerträgliche Zunahme der sogenannten Hate speech, der Hasssprache, der verbalen Ausfälle gegenüber Minderheiten denken, an die geradezu ent-menschlichenden Herabwürdigungen, die in der Öffentlichkeit stehende Personen, besonders aber Frauen ertragen müssen, dann fällt mir auch nicht als erstes die Unantastbarkeit der Würde, die Königswürde eines jedes Menschen ein.

Gerade deshalb ist das Nachdenken über die Königs-Würde eines jeden Menschen heute wichtiger denn je. Würde ist übrigens kein biblischer Begriff, und doch ein durch und durch christlicher. Was wir heute so etwas unklar und doch unersetzbar „Würde“ nennen, leitet sich biblisch aus der Gottesebenbildlichkeit, Gotteskindschaft eines jeden Menschen ab. Und wir tun uns schwer, eine andere Begründung dafür zu finden, warum wir einem geflüchteten Namenlosen so begegnen sollen wie jemandem aus unserer Gruppe, aus unserem Clan, unserer Ethnie, unserer Familie. Ein wahrlich nachdenkenswertes Thema, die Würde des Menschen.

Der Bildhauer Ralf Knoblauch nähert sich dem Thema auf seine Weise – und er erreicht die Menschen – auf seine Weise, und er überzeugt – auf seine Weise. Die Botschaft der versehrten Könige, der Könige mit den Gebrauchsspuren, den Lebensspuren, sie kommt an. Ich denke da auch an viele berührende, unter die Haut gehende Kommentare, die Schülerinnen und Schüler im November in der Mitmachausstellung in St. Franziskus hier in Bonn formuliert haben. Ein körperbehindertes Mädchen im Rollstuhl hat in der versehrten, armlosen Königin sich selbst erkannt, ihr Königsein, ihre unverlierbare Würde. Das ist viel. Das ist sehr viel.

Warum erreicht diese Botschaft von der unverlierbaren Würde jedes Einzelnen die Menschen? Der Blick des Künstlers Ralf Knoblauch ist der Blick des Menschen, ist der Blick des Diakons, ist der Blick dessen, der zu den Menschen geht: Ein Blick, der die Sehnsüchte sieht; vor allem die Sehnsucht, etwas wert zu sein, zu lieben und geliebt zu werden, anerkannt, innerlich schön. Und dieses Bedürfnis, gesehen, anerkannt, erkannt zu werden, gehört zu den Menschen in den Flüchtlingsunterkünften wie zu denen in den eleganten Altbauwohnungen, es gehört zu denjenigen, die auf der Straße leben wie zu denen, die in den Architektenhäusern oder in Sozialwohnungen leben.

Ralf Knoblauch begegnet in seiner diakonischen Arbeit den Menschen auf Augenhöhe. Claudia Lücking-Michel begegnet den Menschen in ihrer politischen Arbeit auf Augenhöhe. Das ist keine Attitüde, das ist Euer beider Anspruch, Euer beider Anliegen. Auch die kleine Königsskulptur hier finden wir auf Augenhöhe, so können wir mit ihr kommunizieren und erfahren, dass diesen kleinen königlichen Gestalten eine besondere Würde innewohnt – wie uns allen: fast unerwarteter Weise. Auf eine innere Weise. Auf eine leise Weise.

Ich möchte uns noch einen Satz mitgeben, der für die Politikerin wie für den Künstler gilt, der uns allen gilt und für uns alle gilt: Es ist ein Satz von Martin Buber, dem großen jüdischen Religionsphilosophen. Martin Buber sagt: „Es gibt nur eine wirkliche Sünde: zu vergessen, dass jeder Mensch ein Königskind ist.“

Aktionstag Kinderrechte in der Bonner Liebfrauenschule

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Der bundesweite UNICEF-Aktionstag für Kinderrechte führte mich am 15.11.2016 in die Erzbischöfliche Liebfrauenschule in Bonn. Die Rechte von Kindern in Deutschland, aber auch weltweit sind ein fundamentales Gut moderner Gesellschaften. Grund genug diese Thematik intensiv an Schulen bekannt zu machen und über Mängel zu diskutieren, nicht aus Sicht von uns Erwachsenen, sondern mit den Kindern. Mit der Klasse 6b der Bonner Liebfrauenschule, die bei dieser Aktion mitmachte, habe ich mich angeregt über Kinderechte, aber auch Kinderrechtsverletzungen unterhalten. Die Schüler und Schülerinnen hatten sich zuvor gut auf den Aktionstag vorbereitet und trugen mir Ihre Sicht auf die Dinge vor und stellten eine Vielzahl von Fragen, die ich sehr gerne beantwortete. Beeindruckend war für mich, dass die Klasse nicht nur den nationalen Rahmen im Blick hatte, sondern auch für den internationalen Schutz und die Verbesserung von Kinderrechten eintrat.  Meinen herzlichen Dank an die Klasse 6b und Ihre Lehrer der Bonner Liebfrauenschule für diesen interessante Veranstaltung!

Besuch der LVR-Klinik und des Psychiatriemuseums „Verrückte Zeiten“

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Kultur und Gegenwartspolitik bildeten die Themenschwerpunkte des Besuchs der LVR-Klinik in Bonn. Zusammen mit dem ärztlichen Direktor Dr. Markus Banger und dem Pflegedirektor Heinz Lepper, ging es zunächst in das Psychiatrie-Museum „Verrückte Zeiten“. Diese Ausstellung bot auf kompetente und einfühlsame Weise eine Zeitreise durch die Geschichte der Psychiatrie.

dsc_0093 Im Anschluss an den Museumsbesuch ging es wieder um Fragen und Probleme der Gegenwart. Hauptthema: Wie kann die Betreuung psychisch Erkrankter quantitativ und qualitativ verbessert werden? Die LVR-Klink ist einer der größten Gesundheitsversorger in der Region und hat sich die Behandlung, Betreuung und Versorgung psychisch und neurologisch kranker Menschen, zur Aufgabe gemacht.

Zu Besuch bei der Max Weber Stiftung

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Auf Einladung der Max Weber Stiftung besuchte ich heute die Geschäftsstelle in Bonn. Die Stiftung hat es sich zum Ziel gemacht das Verständnis unter den Völkern zu fördern.
Die erfolgt durch die Unterstützung der Arbeit von Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, besonders in der Forschung der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Jedes Jahr profitieren mehr als 300 Studierende, Promovierende sowie Postdoktorandinnen und Postdoktoranden, von den Angeboten der Stiftung. Es werden verschiedene Stipendienprogramme, Praktikumsplätze sowie Formen des wissenschaftlichen Austausches wie Summer Schools und Seminare angeboten.
Im Gespräch wurde unter anderem über die Wichtigkeit der Geisteswissenschaften in der Welt diskutiert sowie deren Auftreten in der Öffentlichkeit.
Geisteswissenschaften helfen uns die Welt zu verstehen und ebenfalls bei interkulturellen Austausch. Gerade mit dem Hintergrund meines geisteswissenschaftlichen Studiums, der katholischen Theologie und Geschichte, kann ich die Standpunkte der Max Weber Stiftung nur unterstützen.
Auch als Mitglied des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, sehe ich es als meine Aufgabe forschungsorientierte, regionale Stiftungen zu treffen und deren Interesse vertreten zu können.
Vielen Dank für das gute Gespräch.

(Foto v.l.n.r.: Dr. Harald Rosenbach (Geschäftsführer der Max Weber Stiftung), Dr. Tina Rudersdorf (Leitung der Qualitätssicherung, Öffentlichkeitsarbeit und Förderung, Hannah Pletziger (Referentin Öffentlichkeitsarbeit und Förderung)

Lücking-Michel besichtigt Heizkraftwerk Nord

Vor drei Jahren ist das Heizkraftwerk Nord in Betrieb gegangen. Strom und Fernwärme entstehen hier durch Kraft-Wärme-Kopplung, was in der dieser Form in Deutschland nach wie vor einzigartig ist. Durch neueste Technologien und das Wärmepotenzial der benachbarten Müllverbrennungsanlage werden die CO2-Emissionen um bis zu 194.000 Tonnen jährlich reduziert. Die Bonner Stadtwerke haben damit das größte Klimaschutzprojekt in Bonn aufgebaut und leisten einen großartigen Beitrag für die Energiewende in unserer Stadt.

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Bei einem Rundgang konnte ich mir heute einen guten Eindruck von der Technik und dem Wirkungsgrad machen und begrüße diese Initiative sehr. Auch Themen wie E-Mobilität, Ausbau des ÖPNV oder Bereitstellung von Fahrrad-Verleihstationen standen auf meiner Agenda. Herzlichen Dank für die interessanten Einblicke!