Begegnungen-Langfassungen

Africa meets business – Marshallplan mit Afrika

Am 11.07.2017 war die Bonner CDU-Bundestagsabgeordnete Frau Dr. Lücking-Michel zu der Veranstaltung „Africa meets business“ des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft  zusammen mit der IHK Bonn / Rhein-Sieg eingeladen. Sie stellte die drei Säulen des „Marshallplan mit Afrika“ vor und legte dem Publikum ebenso ihre eigenen Ansichten im Hinblick auf die Wirtschafts- und Entwicklungspolitik in Afrika dar.

Neben der Bundestagsabgeordneten gab es eine Reihe weiterer Vorträge. Christoph Kannengießer (Hauptgeschäftsführer des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft) befasste sich mit den Perspektiven für die deutsche Wirtschaft in und mit Afrika. Christoph Ruhmich (Mag Mo GmbH, Bonn) und Julia Olesen (VESPE e. V., Hennef) gingen auf die deutsch-afrikanischen Geschäfte am Beispiel von Produkten der Moringa-Pflanze ein und Gerhard Weber (EZ-Scout der IHK Bonn/Rhein-Sieg) präsentierte Förder- und Kooperationsmöglichkeiten für Unternehmen.

Der Marshallplan selbst bietet verschiedene Ansätze, um in Kooperation mit den reformorientierten Staaten in Afrika gemeinsam dafür zu sorgen, dass Afrika als internationaler Partner auf Augenhöhe wahrgenommen wird.

Die erste Säule dieses Projektes ist die Wirtschaft, um den Handel und die Beschäftigung in Afrika zu fördern. Dort brachte Frau Lücking-Michel auch ihre eigenen Ansichten zum Ausdruck: Um der hohen Jugendarbeitslosigkeit von bis zu 50% entgegen zu wirken, setzt sie auf eine bessere Bildung von der Grundschule bis zur Hochschule und möchte ebenfalls das attraktive deutsche System der dualen Ausbildung in Afrika vorstellen. Die Abgeordnete setzt ebenfalls auf eine verstärkte Förderung der Hochschulkooperationen zwischen Deutschland und Afrika.

Die zweite Säule ist die Förderung von Frieden in Sicherheit, um wirtschaftliches Wachstum erst zu ermöglichen. Lücking-Michel führte verschiedene Beispiele auf, wie wir uns jetzt schon für mehr Stabilität in Afrika einsetzen. Man könne dort aber vor allem durch die Ausbildung von militärischen, aber auch zivilen Stellen helfen.

Die dritte Säule ist die Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Nur mit planungssicheren Rahmenbedingungen schaffe man für private Unternehmen Anreize, in die afrikanische Wirtschaft zu investieren. Dabei ist es wichtig zu bedenken, dass es im Marshallplan auch darum geht, nicht nur staatliche Gelder zu mobilisieren, sondern ebenso private Investitionen zu fördern.

Das Hauptziel des Marshallplans ist aber vor allem die Nachhaltigkeit. Lücking-Michel betonte hier nochmal deutlich, dass man besonders in Bildung und Ausbildung investieren müsse, was nachhaltige Chancen für die afrikanische Wirtschaft schafft.

Als letztes ging sie noch auf das Verhältnis zwischen staatlichen Organisationen, NGO’s, kirchlichen Trägern und ehrenamtlichen Helfern ein. Sie sieht ein Koordinationsproblem zwischen den vielen verschiedenen Akteuren. Auf Nachfrage bestätigte sie, dass vor allem die staatlichen Organisationen einen hohen Personalaufwand haben, aber ebenso viele verschiedene und wichtige Aufgaben der Verwaltung und der Planung übernehmen, sodass sie eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Projekten wie dem Marshall-Plan spielen.

„Bundesstadt, bunte Stadt, buntes Land“ – Diskussionsabend der KAS am 07.03.2016 in der Bundeskunsthalle

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Deutschland ist bunt. Und nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Migrationsbewegung wird sich dieser Trend in den nächsten Jahren fortsetzen. Auch in der schon heute internationalen, weltoffenen Bundesstadt wird diese Entwicklung verstärkt spürbar sein. Doch Vielfalt und Buntheit bergen neben Chancen und Perspektiven eben auch neue Herausforderung, z.B. die langfristige Integration in unsere Gesellschaft. Über den aktuellen Stand deutscher Asylpolitik, ein Erfolgsrezept für gelungene Integration sowie die Bekämpfung von Fluchtursachen diskutierten am Montagabend vor rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bundestagsabgeordnete der Bonner CDU, Dr. Claudia Lücking-Michel, der Vorsitzende  des Deutschen Rotes Kreuzes Bonn, Georg Fenninger, der Welt-Journalistin Cigdem Toprak sowie die Referatsleiterin für Interreligiösen Dialog des Bistums Mainz, Dr. Barbara Huber-Rudolf unter dem Titel „Bundesstadt, bunte Stadt, buntes Land“.

Während eines informativen Vortrages berichtete Georg Fenninger zunächst über die aktuelle Situation der Flüchtlingsunterbringung der momentan 3.843 in Bonn untergekommenen Flüchtlinge in der Stadt. Eindrücklich schilderte er die organisatorischen wie finanziellen Herausforderungen, mit der die Bonner Verwaltung durch den anhaltenden Zustrom insbesondere im Hinblick auf die Flüchtlingsunterbringung konfrontiert wird. Im Vergleich zu anderen Kommunen, so Fenninger, sei die Bundesstadt bisher allerdings unter größten Anstrengungen den Herausforderungen gewachsen gewesen. Dies unterstreiche auch die Erfüllung der nach dem sogenannten Königssteiner Schlüssel festgelegten Aufnahmequote von nahezu 100%. Angemahnt wurde jedoch zugleich, dass die Kommunen angesichts der horrenden zusätzlichen Belastungen vor allem in finanzieller Hinsicht grundlegend durch Bund und Land entlastet werden müssen. Klar wurde auch, dass zahlreiche Maßnahmen, wie die Schaffung von zusätzlichen Schul- und Kindergartenplätzen, in der Zukunft verstärkt angegangen werden müssen. Zum Abschluss seines Vortrages appellierte Fenninger an das zahlreich erschienene Publikum, durch eigenes Engagement zum Gelingen dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe beizutragen.

Zu Beginn der anschließenden Diskussion auf dem Podium und mit dem Publikum – hervorragend moderiert durch den WDR-Journalisten Dr. Christian Hermanns – unterstrich Dr. Lücking-Michel zunächst, dass bereits eine ganze Reihe von Maßnahmen zur Reduzierung des Flüchtlingsstroms vorgenommen worden seien. Mit Blick auf die parallel in Brüssel stattfindenden Verhandlungen betonte sie zugleich die Notwendigkeit einer langfristigen europäischen Lösung statt nationalen Schnellschüssen. Einig waren sich die Teilnehmer im Punkt der anhaltenden Verantwortung der europäischen Staatengemeinschaft. Die Verlagerung des Problems an die Außengrenzen der EU entbinde uns schließlich nicht von unserer Verantwortung.

Interessante und wertvolle Impulse nahm die Runde auch immer wieder aus dem Publikum auf. Besonders kritisch würdigte das Publikum die avisierte Kooperation mit der Türkei, die auch Cigdem Toprak scharf kritisierte. In der gegebenen Lage sei eine Verständigung und Kooperation mit einem wichtigen Durchgangsland der Migranten eminent wichtig, hielt Lücking-Michel entgegen. Die Anmahnung zur Einhaltung von Menschen- und Bürgerrechten werde auch künftig von deutscher Seite nicht verstummen.

Unter dem Stichwort „erfolgreiche Integration“ diskutierten die Podiumsteilnehmerinnen und das Publikum, über die Wertegemeinschaft und den gesamtgesellschaftlichen Konsens in der Bundesrepublik. Diese gelte es den Zuwanderern von vornherein zu vermitteln, allerdings immer wieder auch selbst zu überdenken. Daher biete die kulturelle Vielfalt nicht nur die Chance, etwas Neues, sondern auch das Eigene neu zu entdecken. In der Mehrheit des Publikums schwang dieser pragmatische Optimismus mit.

Bonn hat bisher seine Weltoffenheit unter Beweis gestellt und sich nicht auf einfache Denkmuster eingelassen. Dass dies in Zukunft so bleibt ist jedoch keine Selbstverständlichkeit. Die Bewältigung der momentanen Migrationsbewegung und die Integration von Zuwanderern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und fordert daher – ob Bund, Land, Kommune oder Einzelperson – uns alle.

 

Lücking-Michel überreicht Lesestart-Sets in der Stadtbibliothek

Lesestart_2015

Mein erster Termin führte mich heute in die Bonner Stadtbibliothek. Dort habe ich 50 Kindergartenkindern im Rahmen des Leseförderprogramm “Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen” aus dem Buch “Das verspreche ich dir” vorgelesen. Im Anschluss konnte jedes der Kinder das Buch kostenlos mit nach Hause nehmen. Eine tolle Initiative für einen möglichst frühen Lesestart bei Kindern!

Ich meine, Lesekompetenz ist zentral für die Entwicklung eines Kindes, deshalb ist es wichtig, dass Eltern ihren Kindern regelmäßig vorlesen und Bücher zu einem festen Bestandteil des Familienalltags machen. So wird Interesse und Freude am Lesen geweckt. Das Lesestart-Programm leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, denn es hilft konkret, die Bildungschancen von Kindern in unserem Land zu verbessern.

Das bundesweite Leseförderprogramm “Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen” wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und von der Stiftung Lesen durchgeführt. Die kostenlosen Sets enthalten je ein altersgerechtes Kinderbuch sowie mehrsprachige Informationsmaterialien zum Vorlesen und Erzählen für Eltern.

Über 5.000 Bibliotheken in Deutschland arbeiten mit der Stiftung Lesen zusammen, um Eltern und Kinder kontinuierlich und nachhaltig dabei zu unterstützen, das Vorlesen im Familienalltag zu verankern. Im Rahmen des Programms, das vom Deutschen Bibliotheksverband e. V. (dbv), Borromäusverein e. V., Evangelisches Literaturportal e. V., Sankt Michaelsbund und der Fachkonferenz der Bibliotheksfachstellen in Deutschland unterstützt wird, ist auch u.a. die Stadtbibliothek Bonn eine zentrale Anlaufstelle für Familien und ihre dreijährigen Kinder, die dort ihr persönliches Lesestart-Set erhalten.

 

Junge Union vertielt mit Lücking-Michel Nikolausgeschenke an der City-Station

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Bereits zum sechsten Mal fand die Nikolausaktion der Jungen Union Bonn in der City-Station der Caritas statt. Viele Obdachlose warteten schon am Morgen des 7. Dezembers vor der Kantine der Caritas am Alten Friedhof auf den Start der Aktion.

Zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Claudia Lücking-Michel und der Kreisvorsitzenden der Bonner JU, Katharina Becker, verteilten sechs Helferinnen und Helfer der Jungen Union Nikolauspräsente an wohnungslose Menschen.

Der stellvertretende Vorsitzende der JU Hardtberg, Christian Weiler, unterstrich: “Bei fünfzehn Grad kommt zwar noch keine Weihnachtsstimmung auf, dennoch hat es mich sehr gefreut, wie positiv die Menschen unser kleines Geschenk annahmen. Ich hoffe, dass wir mit den Präsenten einen kleinen Beitrag dazu leisten konnten, dass es den Menschen diesen Winter etwas besser geht. Mein Dank geht vor allem an die Leitung der City Station der Caritas Gerhard Roden und Magdalena Gawenda.”

“Die City Station leistet einen wichtigen Beitrag für das Zusammenleben in unserer Stadt. Ich freue mich sehr darüber, dass die Junge Union nun schon im sechsten Jahr vor Ort ist und diese tolle Aktion organisiert”, so die Bonner Bundestagsabgeordnete Dr. Claudia Lücking-Michel.

Die Kreisvorsitzende Becker bekräftigte die Weiterführung der traditionellen Veranstaltung: “Wir werden auch im kommenden Jahr den Ärmsten unserer Gesellschaft eine kleine Aufmerksamkeit machen.”

Vorlesetag in der Kita Herz Jesu in Bad Godesberg

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Zum heutigen bundesweiten Vorlesetag habe in der Kindertagesstätte Herz Jesu im Familienzentrum Südviertel in Bad Godesberg aus dem Buch “Der Kleine und das Biest” vorgelesen und es hat mir wieder große Freude bereitet. Ich nehme am Vorlesetag teil, weil ich meine Begeisterung für Bücher gern mit den Kindern teilen möchte. Bücher beflügeln die eigene Fantasie. Vorlesestunden machen Lust darauf, bald selbst Bücher zu lesen.

Vorlesen fördert Kreativität, Sprachverständnis und soziale Kompetenzen bei Kindern.
Geschichten zuhören verleiht der Fantasie Flügel. Im Gegensatz zum Fernsehen, das alle Bilder schon vorgibt, lässt das Erzählen und Vorlesen der Vorstellungskraft freien Raum. Geschichten vorlesen ist einer der schönsten Wege, um Kinder zum Lesen zu bringen. Hierbei werden sie spielerisch in die Welt der Bücher und der Literatur eingeführt, sie lernen Geschichten lieben und Sprache schätzen.

Die Initiatoren des Vorlesefestes DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn bitten jedes Jahr im November Bücherfreunde und Prominente aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen. Der Vorlesetag hat zum Ziel bei Kinder und Erwachsenen Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken.

 

Zu Gast an der Karl-Simrock-Schule für Berufsorientierung

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Tag 4 der UNICEF-Aktionswoche zum Thema Kinderrechte:

Hierzu war ich am 19. November 2015 an der Karl-Simrock-Schule für Berufsorientierung in Endenich zu Gast.

Die Bonner Hauptschule bietet einen sogenannten „Ausbildungsstammtisch“ an, der regelmäßig mit verschiedenen Gesprächspartnern aus ganz unterschiedlichen Berufsgruppen stattfindet. Das Projekt ermöglichte den beteiligten Schülern und Schülerinnen persönliche Einblicke in den Alltag unterschiedlicher Ausbildungsberufe und eine praxisnahe Berufsorientierung.

Ich danke für die Einladung. Das Gespräch mit den sehr interessierten Schülerinnen und Schülern hat mir viel Freude gemacht. Ich freue mich, wie sehr sich die Schüler für meinen Alltag und das Aufgabenspektrum einer Berufspolitikerin interessierten.

Gespräch zu Kinderrechten am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium

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Tag 3 der UNICEF-Aktionswoche zum Thema Kinderrechte:

Mit 27 top-informierten Schülerinnen und Schülern der AG Menschenrechte diskutierte ich heute morgen über Kinderrechte am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Bonn. Seit 4 Jahren bringt der Leiter der AG, Herr Zielinski, den Jugendlichen Menschen- und Kinderrechte näher und es gab bereits eigenständige Projekte z.B. in Sierra Leone. Herzlichen Dank für diese tolle Initiative an der Schule!

Aktionstag Kinderrechte am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium Bonn

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Im Rahmen des kommenden Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 2015 besuche ich diese Woche mehrere Schulen in Bonn, um mit den Schülerinnen und Schülern über Kinderrechte zu sprechen und mir ihre Vorschläge zur Stärkung dieser Rechte anzuhören. Denn Kinder wissen selbst am besten, was sie bewegt und wo sie Handlungsbedarf von Seiten der verantwortlichen Politiker sehen.

Die Aktionstage sind eine wunderbare Ergänzung zur unermüdlichen Arbeit der UNICEF, die sich weltweit für die Wahrung und Einhaltung der Kinderrechtskonvention einsetzt.

Am 16. November war ich im Nicolaus-Cusanus-Gymnasium in Plittersdorf zu Gast. Hier hatten sich die Schüler etwas besonderes einfallen lassen. Mit Themenplakaten zu den einzelnen Artikeln der Kinderrechtskonvention sowie einem selbst gedrehten Film zum Thema Cybermobbing, wurde eine Art Rundgang für mich vorbereitet.
Die rund 80 jungen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 waren super vorbereitet und hatten bereits sehr deutliche Meinungen, was und warum Dinge für sie wichtig sind. Es hat mir ungeheuer viel Spaß gemacht, Ihnen zuzuhören und mich mit Ihnen auszutauschen.

„Begleiten statt Beenden“

Auf Einladung des Arbeitskreises Christen und Bioethik sprach die Bonner CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Claudia Lücking-Michel am Montagabend vor zahlreichen Gästen zum Thema Sterbehilfe in der evangelischen Thomaskapelle in Bonn-Bad Godesberg.

Seit Ende des Jahres 2014 erfährt das Thema „Sterbehilfe“ in Politik und Gesellschaft in Deutschland wieder verstärkte Aufmerksamkeit. Auch der Arbeitskreis Christen und Bioethik setzt sich intensiv damit auseinander und freut sich, dass er die CDU-Bundestagsabgeordnete für einen Vortrag gewinnen konnte.

Lücking-Michel legte in ihrem Vortrag dar, warum sie sich gegen Sterbehilfevereine und andere organisierte Formen der Beihilfe zum Suizid ausspricht: „Wenn Beihilfe zum Suizid – geschweige denn Tötung auf Verlangen – zuerst ein legales, dann dadurch auch bald ein scheinbar „normales“ Angebot würde, dann sehe ich die Gefahr, dass sich ältere oder lebensbedrohlich erkrankte Menschen unter ökonomischen und psychosozialen Druck gesetzt fühlen. Die Tür für organisierte Sterbehilfe zu öffnen, bedeutet, die Schutzbedürftigsten womöglich über eine Schwelle zu drängen, die sie selbst ursprünglich gar nicht überschreiten wollten.“

Wichtig sei eine umfassende Palliativ- und Hospizversorgung für Menschen, die dem Ende entgegen gehen. Lücking-Michel: „Der Staat hat die gesetzgeberischen und finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, um ein ausreichendes und flächendeckendes Angebot der allgemeinen und spezialisierten ambulanten und stationären Palliativ- und Hospizversorgung sicherzustellen. Die ehrenamtliche Hospizarbeit gehört dabei unverzichtbar zu einer würdigen Sterbebegleitung und ist ideell und materiell anzuerkennen und zu unterstützen.“

Im Anschluss an ihren Vortrag stand Lücking-Michel den Fragen der Gäste Rede und Antwort. Dabei spielten die vorliegenden Entwürfe zu einem neuen Gesetz eine große Rolle: Was soll eigentlich verändert werden? An der Straffreiheit von Selbsttötung und Beihilfe zur Selbsttötung halten alle Parteien fest. Unterschiede bestehen in der Einstellung zu organisierter und geschäftsmäßiger Sterbehilfe. Hier sehen Lücking-Michel und andere Abgeordnete Handlungsbedarf. Andere wichtige Fragen betrafen das Berufsbild von Ärzten, deren Auftrag das Heilen ist, sowie das Verständnis, was „menschenwürdiges Sterben“ und „menschenwürdiges Leben“ bedeutet: Nur die Betroffenen selbst können das für sich entscheiden. Erfahrungsgemäß ändert sich jedoch die eigene Einstellung – je nachdem, ob man eine Situation theoretisch von außen betrachtet oder ob man selber in der Situation ist.

Meine Laudatio anlässlich der Verleihung des Mäuseordens im Wortlaut

Am Sonntag, 18. Januar 2015, hielt ich die Laudatio auf den Bonner SPD-Bundestagsabgeordneten Uli Kelber anlässlich der Verleihung des Mäuseordens durch den Festausschuss Bonner Karneval. Hier können Sie die gesamte Laudatio nachlesen:

Ich komme als Putzfrau verkleidet in den Saal:

„Ach du meine Güte. Wie sieht das hier denn aus? Was ist hier denn für eine Unordnung? Wie soll ich das denn aufgeräumt bekommen? Nee, was für ein Stress! Oh jetzt muss ich mich aber wirklich beeilen, hier soll ja gleich so`n Dings sein, so eine Dings, Laudaton, ludatur, lodatur, ach wat weiß ich; jedenfalls hat sie gemeint, das müsste alles klar Schiff hier sein für so einen Tuppes aus Berlin, vonner Regierung. Egal, wie es heißt, sauber muss es vorher sein.

10917909_678437265602347_1904789632383128949_oPäh diese Lücking-Michel – soll se doch selber sauber machen. Also wisssen`se, geh mir doch weg diese Emanzen mit Doppelname, – dat sagt doch schon wieder alles. Und dann noch Frau Doktor…. schon klar, die kann nur gelehrt tun, hat wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben mal ein Klo selbst geputzt.

Aber dann drauf bestehen, dass alles aber auch wirklich tip top aufgeräumt ist, – aber so was von. Das wäre wichtig, weil es hier um ihren Kolotionsdings, ginge, da wollte sie sich nicht lumpen lassen, da müsse alles vom Feinsten sein.

Na, die hat gut reden, muss sie halt selber anpacken, wenn ihr das so wichtig ist. Aber nein, ich bin die Dumme. Jedenfalls muss ich fertig werden, bevor es losgeht.“

Auf dem Weg durch den Saal Zwischenstopp bei

Jürgen Nimptsch:
„Nee, wat hamwe denn hier noch für einen roten Fleck, bekommt man den durch Wischen überhaupt weg.“

Jürgen Fohrmann:
„Oh, hier raucht´s aber gewaltig, als wenn da vor lauter Denken was heißt läuft.“

Ashok Sridharan:
„Dieser Kopp hier – der bring ja mal wirklich ein bisschen Farbe ins Spiel, gehört aber ordentlich blank poliert, dat können die hier in der Stadt bestimmt noch gebrauchen.“

Marlies Stockhorst:
„Au backe, da ist was gebroche, das war ich nicht, recht Arm kaputt, da muss se Karneval jetzt mit links machen.“

Auf der Bühne angekommen stehe ich nun am Rednerpult, darauf liegen Papiere, daneben ein Papierkorb.

„Und jetzt sieh sich das einer an, können die ihren Dreck hinter sich nicht selbst wegmachen und aufräumen? Was ist das überhaupt, was steht denn da? Laudati….laudati .. on (ah da hamwes ja widder, sach ich doch, eine Laudatone soll hier gleich sein) für Herrn Parleman- torischen Staatse-sekretär – Ah Sekretärinnen, die kenn ich, die kochen immer den Kaffee in den Büros, die ich putze, -aber das das jetzt auch schon Männer machen. Ulrich Kelber. Ulrich Kelber? Aber dat ist doch,…., ist dat etwa unser Uli aus Holzlar? Ah den kenn ich doch, wat liegt der denn hier rum?

Den Uli, den kenn ich ja schon wie er noch ein ganz kleiner Jung war, kommt bei uns aus der Nachbarschaft! Na, jetzt ist das schon ein Kerl wie ein Kleiderschrank, nicht zu übersehen. Den kenn ich ja noch als er im Sandkasten gespielt hat, dann ist er ganz groß rausgekommen und spielt jetzt ganz woanders.

Ja, ja, der ist ja jetzt auch in Berlin!

Schon lange, schon mehr als 12 Jahre und da ist er janz wichtig, in der Politik ein echtes Schwergewicht, so 100 und (nuscheln) Kilo schätze ich. (sind ja mindestens 150 Kilo!!)

Politik ist ja nicht so mein Ding, aber das habe ich schon mitgekriegt. Die CDU, diese Bönnsche CDU , die wollte ihn bei jeder Wahl jedes Mal wieder von seinem Posten vertreiben, äh…lacht, – hamse aber nicht geschafft.

Da hatten´se erst immer son mickrigen Kleinen, der hat unserem Uli gerade mal bist zur Brustspitze gereicht, und dann hat er sich so ne steile Igelfrisur gemacht, hat aber auch nicht viel an Größe gebracht. .
Na und dann wurde es noch schlimmer, dann hamses mit diesem katholischen Kampf-Geschwader versucht.

Nur weil Frauen keine Priester werden können, hat sie dann gedacht, gehe ich halt in den Bundestag.

10830568_678441705601903_9051541866391624598_oDie hat zwar auch ein ordentliches Gewicht für ihre Größe, aber als ob son Zölibatsverstärker unsere Bonner Männerwelt wirklich beeindrucken könnte. Nee…. die Mannsleute hier ham doch Geschmack und setzen, wenn schon, dann auf flotte Bienen.

Trotzdem hat’se unserem Uli am Wahlabend ganz schön ins Schwitzen gebracht.
Diese Lücking-Michel also! So ….und wat will die heute jetzt hier mit unserem Uli? Mir schwant nichts Gutes!
Das muss ich mir mal genauer anschauen.
Ist das Politik oder kann das weg?

Ich setze umständlich meine Brille auf und lese langsam vor:

Von ferne aus der Hauptstadt komm ich her;
Ich muss euch sagen, es wundert mich sehr!

Allüberall auf den Presseseiten
sah ich goldene Lobworte gleiten;

Und droben aus dem Kanzleramtstor
sah mit grossen Augen die Mutti hervor;

Und wie ich so strolcht‘ durch Berliner Klamm
da rief sie mich mit heller Stimm an:

„Claudia“, rief sie „altes Gestell,
hebe die Beine und spute dich schnell!

Den Kelber gilt es zu loben heut,
weil er die Bonner Bürger immer so freut,

Alt‘ und Jung sollst Du nun
von seinen Großtaten Kunde tun;

Und heute verkünde es auf allen Erden,
Uli Kelber soll mit Mäusen geehrt werden!“

Ich sprach: „O liebe Angela,
diese Nachricht ist ja wunderbar;

Ich reis sofort in unsere Bundesstadt,
wo er so eitel viele Wähler hat.“

– „Hast denn auch das Goldene Buch bei dir?“
Ich sprach: „Das Buch, das habe ich hier:

Denn zu hören von seinen großen Taten
die Bonner Wähler ja wohl von mir erwarten.

– „Hast denn die Rute auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier“

Doch nur die Abgeordneten, die schlechten,
die trifft sie auf den Teil, den rechten.“

Die Kanzlerin rief “ So ist es recht;
So eil nach Bonn, mein treuer Knecht!“

Nun sprecht, wie ich’s im Buch hier find?
Nur gute Taten bei Kelber geschrieben sind.

Kämpft für Verbraucher, Energiewende und niedrige Mieten
Setzt sich durch in seiner Partei- gegen alle anderen Nieten.

Wurde nun auch berufen in die Regierung
als größter Mann in der Prämierung.

Kämpft für Bonn in Berlin gegen den Hauptstadtwahn
Gegen den man ja gar nicht genug machen kann.

Ist ein Mann von Wort und sorgt für den Aufstieg,
nicht zum Ennert hoch, nein zum eigenen Wahlsieg.

Sitzt im Flugzeug erste Reihe auf Platz 1c immer,
jeder der reinkommt übersieht ihn jetzt nimmer.

Bearbeitet im Bundestag auf der Regierungsbank
Fleißig Akte um Akte mit I-Pad und Handy in der Hand.

Wer ihn dabei grüßen will mit einem freundlichen Nicken,
hat Pech und sollte lieber ne SMS schicken.

Und seit letzten Jahr unser echte Demokrat
sogar einen Prinzensohn im Nachwuchs hat.

Viel Ärger hat er bei Frauen mit Power,
vor allem die NRW-Kraft macht ihn richtig sauer.

Die Bonner dachten, dass er ihr neuer Bürgermeister würd,
zum Glück hat die CDU dann noch einen Besseren gekürt. (auf Sridharan zeigen)

So viel Eifer und Taten bei Kelber Jahr um Jahr,
Homepage, Facebook und Twitter schnell gefüllt war.

Wer so Großes für seine Stadt geleistet hat,
nach der nächsten Wahl sich die Rente verdient hat.

Dann muss er nicht länger wirken und schuften,
kann gerne in ganz große Ferien verduften.

Und Angela hoch aus dem Kanzleramtstor
Sorgt dann für einen guten Ersatz vor.

Von fern von der Hauptstadt komme ich her;
Ich muss euch sagen, es wundert mich nichts mehr !

Nun sprecht, wie ich’s hier drinnen find!
ist´s ein gutes Kind, ist´s ein böses Kind?

Ist doch klar:
Uli Kelber zu loben ist mir eine Ehr
Gründe für seinen Orden zu finden nicht schwer

Na so wat, ist das einfach von Weihnachten noch liegen geblieben, dabei hammer jetzt schon Karneval. Wie lange hat denn hier keiner aufgeräumt? Kein Wunder, dass sich schon die Mäuse hier breit machen. So weit soll´ nicht kommen!
Weg mit dem Dries!
Jetzt ist es so weit, alles parat
Der Saal ist sauber und wir sind am Start.

Noch gerade pünktlich die Pläte geputzt,
und unserem Uli hat es auch noch genutzt.
Der hat es ja nun wirklich nicht verdient,
dass die Lücking-Michel über ihn herzieht.
Sollen andere ihm den Orden verleih`n,
ich denke, das würde ihn dann wirklich freuen.

Mäuseorden Alaaf!“

Foto: Hübner-Stauf

Foto: Hübner-Stauf