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Dr. Claudia Lücking-Michel

Sehr geehrte Damen und Herren,

diese Woche stand im Zeichen der Frauen: Ich erlebte ein Netzwerkerinnentreffen mit der Kanzlerin, traf Studentinnen aus Hebron und besuchte einen Parlamentarischen Abend des Katholischen Deutschen Frauenbundes. Aber auch viel parlamentarische Arbeit stand an, zum Beispiel unser Antrag zur Stärkung der MINT-Bildung. 

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre!

Ihre

Dr. Claudia Lücking-Michel, MdB

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1. Teil: Aus dem Parlament

Bildung und Forschung weiter Schwerpunkte unserer Politik

Am Dienstag führte unsere AG Bildung und Forschung ein Gespräch mit Prof. Dr. Martin Stratmann (Präsident der Max-Planck-Gesellschaft) und Prof. Dr. Reimund Neugebauer (Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft). Fazit: Deutschland und Europa sind zusammen ein starker Forschungsstandort, aber um international bestehen zu können, müssen Bildung und (Spitzen)-Forschung weiter ein Schwerpunkt unserer Politik bleiben. Dazu brauchen wir alle: Schulen, mittelständische Unternehmen, starke Auszubildende, Hochschulen und eine Gesellschaft, die Innovationen gegenüber offen bleibt. Dafür werden wir auch in der kommenden Legislaturperiode streiten.

Unsere AG mit den Gästen Prof. Dr. Martin Stratmann und Prof. Dr. Reimund Neugebauer.

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Mittel für Fachhochschulen verstetigen

"Wenn die gewonnenen Studienplätze an den Fachhochschulen erhalten bleiben sollen, ist eine Verstetigung der Mittel aus dem Hochschulpakt über das Jahr 2020 hinaus notwendig." Das war die nicht ganz überraschende Quintessenz bei unserem öffentlichen Fachgespräch zum Thema "Fachhochschulen" am Mittwoch. In den Jahren vom Wintersemester 2005/2006 bis zum Wintersemester 2016/2017 konnten die Studienplatzkapazitäten in Deutschland an den Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften um 76 Prozent und an den Universitäten um 27,9 Prozent erhöht werden. Bund und Länder seien gefordert, den Ausbau und den Erfolg im Wissenschaftssystem und in der Gesellschaft grundlegend abzusichern. Prof. Dr. Micha Teuscher, Rektor der Hochschule Neubrandenburg, betonte, dass 70 Prozent der Ingenieure, 55 Prozent der Betriebswirte, 80 Prozent bei den Gesundheits- und Pflegeberufen und 90 Prozent der Sozialpädagogen in Deutschland von den Fachhochschulen kämen. 

Sieben Experten waren zum Fachgespräch eingeladen worden.

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Aktion gegen Kindersoldaten

Am Mittwoch habe ich ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindern und Jugendlichen als Soldaten gesetzt. Ich folgte der Einladung der Kinderkommission des Deutschen Bundestages und beteiligte mich an der Aktion "Rote Hand". Abgeordneten drückten ihre Hände mit roter Farbe auf Papier. Alle Abdrücke werden der UN-Sonderbeauftragten für Kinder und bewaffnete Konflikte, Leila Zerrougui, als Signal des Deutschen Bundestages übersandt. Noch immer werden in einer Vielzahl von Ländern, wie in Burma, Kolumbien oder dem Sudan, rund 250.000 Minderjährige als Kindersoldaten missbraucht. Sie erleben schon in jungen Jahren Unvorstellbares. Sie werden in den Kriegen der Erwachsenen in tödliche Kämpfe geschickt, müssen lebensgefährliche Botengänge übernehmen oder Sklavendienste leisten. Weibliche Kindersoldaten werden häufig Opfer sexualisierter Gewalt. Die Aktion Rote Hand will mit ihrem auffälligen Symbol für mehr Aufmerksamkeit sorgen.

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Plenum: MINT-Bildung ausbauen

Deutschland braucht hochqualifizierte Fachkräfte insbesondere in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Wir begrüßen das Engagement der Bundesregierung, der Wirtschaft und privater Initiativen den MINT-Nachwuchs zu fördern. Um dem dennoch drohenden Fachkräftemangel in diesem Bereich früh entgegenzuwirken, haben wir am Freitag die Bundesregierung und die Länder in unserem Antrag aufgerufen, die MINT-Bildung in Deutschland weiter zu stärken. Maßnahmen sollen auf einer gemeinsamen Koordinationsplattform zugänglich und koordiniert werden - dem "MINT-E-Portal". Und: Um den Anteil der Frauen im MINT-Bereich weiter zu erhöhen, sollen der Nationale Pakt für Frauen in den MINT-Berufen – "Komm, mach MINT" sowie der "Girls’ Day – Mädchen-Zukunftstag" fortgesetzt werden.

Unsere Polizisten und die Hilfskräfte der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und der Rettungsdienste verdienen Respekt und Wertschätzung. Da Gewaltdelikte insbesondere gegenüber Polizisten und anderen Vollstreckungsbeamten zunehmen, haben wir am Freitag in erster Lesung ein Gesetzesvorhaben zum besseren Schutz dieser Personengruppen beraten. Mit der Einführung eines neuen Straftatbestandes des "Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte" wollen wir Angriffe auch bei allgemeinen Diensthandlungen der Ordnungshüter gesondert unter Strafe stellen und diese bereits dann als schweren Fall klassifizieren, wenn der Täter eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt, auch ohne tatsächliche Verwendungsabsicht.

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Frauenpolitik mit Kanzlerin Angela Merkel

Am Mittwochabend habe ich am Netzwerkerinnentreffen der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion teilgenommen. Außer den Mitgliedern unserer Gruppe waren engagierte Frauen aus allen Bereichen der Gesellschaft eingeladen, um eine Diskussion mit unserer Kanzlerin Angela Merkel über aktuelle Fragen und insbesondere frauenpolitischen Themen zu führen. Mit der Ausweitung der Frauenquote auf die Aufsichtsräte der Wirtschaftsunternehmen, dem Gesetz der sexuellen Selbstbestimmung der Frauen, dem Elterngeld Plus usw. haben wir in dieser Legislaturperiode viel erreicht, um die Rechte und Rolle der Frauen in unserer Gesellschaft zu stärken. "All dies ist uns gelungen, weil die Chancengleichheit in der Union nicht nur Angelegenheit der Frauen, sondern auch die der Männer ist", betonte die Kanzlerin. (Foto: CDU/CSU-Bundestagsfraktion)

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2. Teil: Treffen und Termine abseits des Parlaments

Workshop: "Planbare Schwangerschaft"

Am Donnerstag habe ich in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung am Workshop zu den Folgen der Reproduktionsmedizin für Gesellschaft und Familien teilgenommen, bei dem der Bonner Mediziner Wolfgang Holzgreve (ärztlicher Direktor und Vorsitzender des Vorstandes, Universitätsklinikum Bonn) einen Vortrag über die Entwicklung und den Nutzen der invasiven und nicht-invasiven Pränataluntersuchungen hielt. In der anschließenden Diskussion wurden weitere heikle Themen wie Social Freezing, In-virto-Fertilisation, Designerbaby usw. behandelt. 

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Praktikantenbericht von Nomin-Erdene Nyamsambuu

Vom 16. Januar bis zum 17. Februar war Nomin-Erdene Nyamsambuu Praktikantin in meinem Berliner Büro. Hier schreibt Sie über Ihre Erfahrungen: 

"Als eine Politik-Studentin mongolischen Ursprungs finde ich das politische System Deutschlands und insbesondere die Arbeitsweise des Parlaments sowie der Abgeordneten höchst interessant. Somit stand auch ein Praktikum im Bundestag schon lange auf meiner Todo-Liste. Die Gelegenheit, dies im Abgeordnetenbüro von Frau Dr. Claudia Lücking-Michel, also bei meiner Abgeordneten aus Bonn, war natürlich das Sahnehäubchen. Da meine ersten zwei Wochen Sitzungswochen waren, konnte ich durch die Teilnahme an Arbeitsgruppen- und Ausschusssitzungen sofort einen ungefilterten Einblick in das parlamentarische Geschehen bekommen. Nennenswert und beeindruckend war es, mitzuerleben, wie Frau Lücking in dieser Zeit zwei Anträge ins Plenum einbrachte." Den ganzen Bericht können Sie hier lesen.

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Landstrich - ein Film und seine Bilder

Bis zum 9. April 2017 läuft im Mauer Mahnmal des Deutschen Bundestages täglich außer montags (11 bis 17 Uhr) der halbstündige, auf hunderten Zeichnungen basierende Kurzfilm "Landstrich". Wie alle Filme der Berliner Künstlerin Juliane Ebner, ist auch dieser biografisch inspiriert und erzählt vom Schicksal einer deutschen Familie zwischen Kriegsende und Mauerfall. Besucher können vor Ort auch die Ausstellung mit den Bildern (Zeichnungen und Polyacrylarbeiten) zum Film besichtigen. 

Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht erforderlich. 

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Nun geht es wieder zurück nach Bonn...

...und am heutigen Freitag, 17. Februar, halte ich ein Grußwort beim ZONTA Club Bonn-Rheinaue bei der Vortragsveranstaltung zum Thema "Frauen in einer sich verändernden Arbeitswelt". 

Am morgigen Samstag, 18.2., fahre ich nach Bad Sassendorf zur Aufstellungsversammlung der CDU. Hier wird die NRW-Landesliste für die anstehende Bundestagswahl verabschiedet. 

Am Samstagabend, 18.2., freue ich mich dann auf die Große Prunksitzung der Beueler Stadtsoldaten und den Ostdeutschen Winterball.

Am Montag, 20.2., lade ich ab 16 Uhr wieder herzlich zu meiner Bürgersprechstunde ein.

Auch meine Besuche bei Bonner Unternehmen setze ich nächste Woche fort, so besuche ich z.B. am Mittwoch, 22.2., die Eaton Industries GmbH.

Ab Donnerstag regiert in Bonn dann der Karneval. Wir sehen uns bestimmt, beispielsweise am Donnerstag, 23.2. beim Rathaussturm in Beuel, am Samstag, 25.2., beim Karnevalsumzug in Lessenich-Meßdorf und natürlich beim Rosenmontagszug in Bonn. 

Weitere Termine finden Sie wie immer auf meiner Internetseite.

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