Dr. Claudia Lücking-Michel

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

eine ereignisreiche Woche in Berlin geht zu Ende. Im Plenum hat sich das Parlament mit der Novellierung des Abgeordnetenrechts, der Erweiterung des Straftatbestandes der Abgeordnetenbestechung sowie mit den Minderheitenrechten der Oppositionsparteien beschäftigt. Bei mir entschied sich, für welche Themen im Bereich Bildung und Forschung ich zuständig bin. Außerdem habe ich seit Donnerstag eine neue Aufgabe. Aber lesen Sie selber!

 

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre!

 

Ihre
Dr. Claudia Lücking-Michel, MdB

1. Teil: Aus dem Parlament

Bundesbildungsministerin zu Gast in unserer Arbeitsgruppe

 

Am Dienstagmorgen hatten wir in der AG Bildung und Forschung die Bundesbildungsministerin, Prof. Dr. Johanna Wanka, zu Gast. Frau Wanka sprach dabei über die drei großen Ziele ihrer Bildungspolitik. So soll erstens die deutsche Wettbewerbsfähigkeit, gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel, gestärkt, zweitens das Wissenschaftssystem weiterentwickelt werden. Und drittens steht das wichtige Thema Bildungsgerechtigkeit ganz oben auf der Agenda. Während der AG-Sitzung haben wir auch endgültig unsere Themen zugewiesen bekommen. Es freut mich sehr, dass es mit meinen Wunschthemen geklappt hat. In dieser Wahlperiode werde ich Berichterstatterin für die Themen Internationale Zusammenarbeit, Kulturelle Bildung, Frauen in Wissenschaft und Forschung sowie Geistes- und Sozialwissenschaften sein.

"Horizont 2020" stärkt den Europäischen Forschungsraum

Am Mittwochmorgen stand das neue EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation 2014 - 2020 im Mittelpunkt unserer Ausschussarbeit. Wolfgang Burtscher, stellvertretender Generalsekretär der EU-Kommission, stand meinen Kollegen und mir für alle unsere Fragen zur Verfügung. „Horizont 2020“ – so der Titel des Programms – sieht eine Steigerung der EU-Mittel für Forschung und Innovation um nahezu 30 Prozent auf 79 Milliarden Euro vor. Mit dem Programm unterstützen wir Projekte nahtlos von der Forschung bis zur Markteinführung. Mit „Horizont 2020“ sollen große Aufgaben bewältigt werden: Stärkung der globalen Position der EU in Forschungsfragen, Investitionen in Arbeitsplätze und Wachstum sowie Berücksichtigung von Anliegen der Bürger in Bezug auf Lebensumstände, Sicherheit und Umwelt.

Bonner Institutionen sorgen 

für eine erfolgreiche Bildungspolitik im Ausland

Am Mittwoch haben sich die Abgeordneten im Plenum des Deutschen Bundestages mit dem Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik beschäftigt. Bei diesem Thema setzt die Regierung auf den zukunftsweisenden Aufbau und die Pflege langfristiger Partnerschaften. Weltweit werden die Begegnung der Kulturen, der fruchtbare Gedankenaustausch und das gegenseitige Verständnis gefördert. Dabei stützt sich die Bundesregierung auf international erfahrene und geachtete Mittlerorganisationen. Staatsministerin Dr. Maria Böhmer würdigte die Arbeit der großen Flaggschiffe in diesem Bereich: Das Goethe-Institut, aber natürlich auch die Bonner Einrichtungen: der Deutsche Akademische Austauschdienst und die Alexander von Humboldt-Stiftung. Frau Böhmer bekräftigte das Anliegen der Regierung, die Arbeit der Einrichtungen zu stärken. Ebenso großes Lob gab es für die deutschen Auslandschulen. Hier freue ich mich besonders darüber, dass die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen  des Bundesverwaltungsamtes von Köln nach Bonn umzieht. Ein Pluspunkt für die UN-Stadt Bonn! 

Wahl zum neuen Kuratoriumsmitglied

 

Sehr gefreut habe ich mich am Donnerstagnachmittag, als ich vom Deutschen Bundestag zum neuen Kuratoriumsmitglied der Stiftung „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ gewählt wurde. Die Stiftung ist eine national und international renommierte Vermittlungsinstanz der deutschen Zeitgeschichte. Die hohe Qualität der Arbeit spiegelt sich auch im anhaltend hohen Besucherzuspruch, den alle Einrichtungen der Stiftung verzeichnen. So ist das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn eines der meistbesuchten Museen in Deutschland. Ebenso wie das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig, der Tränenpalast am Bahnhof Friedrichstraße und die Kulturbrauerei mit der neuen Ausstellung „Alltag in der DDR“ in Berlin ist das Haus Teil der Stiftung. Das Kuratorium ist das aufsichtführende Organ der Stiftung. Es entscheidet über den Haushalt und die Grundzüge der Programmgestaltung sowie über Personalentscheidungen von wesentlicher Bedeutung. Das Gremium setzt sich drittelparitätisch aus Vertretern der Fraktionen des Deutschen Bundestags, der Bundesregierung und Repräsentanten der Bundesländer zusammen.

Ursula von der Leyen bei der Gruppe der Frauen 

 

Am Donnerstag kam die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen zum Treffen der Gruppe der Frauen. Dabei haben wir natürlich lange über die aktuelle Debatte über ein stärkeres Engagement der Bundeswehr in Afrika gesprochen. Aber auch die Tatsache, dass wir nun zum ersten Mal eine Frau als "Chefin der Truppe" haben, wurde ausgiebig diskutiert. 

Ein Treffen in Berlin für Bonn

 

Am Freitagmorgen habe ich mich mit meinen Abgeordnetenkollegen aus der Heimatregion getroffen. Dabei haben wir über zentrale Anliegen in der Region gesprochen und überlegt, wie wir diese fraktionsübergreifend am besten angehen könnten. Denn ein gemeinsames und engagiertes Eintreten für Bonn und Umgebung ist die beste Voraussetzung, um in Berlin für unsere berechtigten Anliegen Gehör zu finden.

2. Teil: Treffen und Termine abseits des Parlaments

IHK Bildungspreis ehrt engagierte Unternehmen

Am Montagabend nahm ich an der Verleihung des IHK Bildungspreises teil, der zum ersten Mal vom Deutsche Industrie- und Handwerkskammertag gemeinsam mit der Otto Wolff Stiftung vergeben wurde. Die Auszeichnung kürt Betriebe, die sich durch ihr außerordentliches Engagement in betrieblicher  Aus- und Weiterbildung auszeichnen. Ein gute Sache: Denn das vielseitige Bildungsengagement der Unternehmen wird damit beworben und gefördert. Ausgezeichnetes Engagement wird so zum Vorbild und der Transfer guter Konzepte auf andere Unternehmen wird unterstützt. Für so manchen Lacher sorgte an diesem Abend übrigens der „heute show“-Moderator Oliver Welke, der durch die Veranstaltung führte.

Bei mir ist Neugierde erwünscht!

 

Die Zehntklässlerin Inga Nagel aus Bonn besuchte mich am Dienstagnachmittag, um ein Interview zu führen. Voller Eifer und sehr gut informiert stellte mir die wissbegierige Praktikantin der Etagendienstleitung im Deutschen Bundestag Fragen. Das halbstündige Interview mit der politisch interessierten Schülerin des Beethoven-Gymnasiums hat mir gefallen.

 

Mein Dank geht dabei auch an Amtsinspektor Sven Ullrich, der seit Jahren für die Praktikantinnen und Praktikanten des Etagendienstes Treffen mit den Wahlkreisabgeordneten organisiert. Allein in der letzten Wahlperiode wurden so über 160 Mitglieder des Deutschen Bundestages interviewt.

Aktuelle Forschungsthemen gleich am frühen Morgen

Am Mittwoch- und am Donnerstagmorgen nahm ich mir Zeit, um zwei große Forschungsinstitutionen genauer kennenzulernen. Zunächst lud die Helmholtz-Gemeinschaft zum Parlamentarischen Frühstück ein. Helmholtz-Präsident Jürgen Mlynek stellte dabei die Arbeit der Gemeinschaft vor. Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn ist übrigens ein Helmholtz-Forschungszentrum. Es entwickelte sich ein spannender Dialog über die Ziele der Gemeinschaft im Abgleich mit den Erwartungen der Politik. Ein Informations- und Gedankenaustausch über aktuelle Forschungsthemen entspann sich auch bei meinem Termin mit der Max-Planck-Gesellschaft am Donnerstag. Im Fokus stand dabei die biomedizinische Forschung, die mit bedeutenden, gesellschaftlichen Herausforderungen eng verknüpft ist. Mit Professor Dr. Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, thematisierte ich aber auch die großen Finanzierungs- und Strukturfragen sowie die Kooperation zwischen Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen.

Ein Abend

mit Erwin Teufel

 

Am Donnerstagabend war ich zu Gast in der Konrad-Adenauer-Stiftung. Unter dem Titel "Lebensgeschichte und Einsichten" gab Dr. Erwin Teufel, ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg, einen ganz persönlichen Einblick in seine Lebensgeschichte. Dabei wurde schnell deutlich: Überzeugungen, zu denen wir kommen, an denen wir festhalten oder die wir korrigieren, fallen nicht vom Himmel. Sie wurzeln in der Lebensgeschichte und sind das Ergebnis von Faktoren, die uns über die individuellen Aspekte des Lebens hinaus prägen - beispielsweise die familiäre und regionale Herkunft, die religiöse Einstellung, die Zeitumstände oder die beruflichen Tätigkeiten. Für mich war dieser Abend auch ein freudiges Wiedersehen mit Erwin Teufel, den ich als Mensch sehr schätze.

Der Himmel über Berlin!

 

Am Montag wurde ich in Berlin von einem strahlend blauen Himmel und fast frühlingshaften Temperaturen empfangen. Da macht der Weg zur Arbeit gleich doppelt so viel Spaß!

Nun geht es zurück nach Bonn …

 

…aber natürlich haben mich auch Themen aus der Heimatregion während meiner Berlin-Woche weiterhin beschäftigt und bewegt, so zum Beispiel meine Besuche bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sowie beim Berufsförderungswerk Köln. Über den Umzug der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes (BVA) von Köln nach Bonn habe ich mich gefreut. Und auch meinen Besuch beim Verein für Gefährdetenhilfe in Bonn habe ich nicht vergessen.

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