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Dr. Claudia Lücking-Michel

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Tagebuch mitten in der sitzungsfreien Zeit? Gibt es denn etwas zu berichten? Unbedingt! Schließlich habe ich gleich zu Beginn der parlamentarischen Sommerpause meine Aktion "An Ihrer Seite" gestartet. In diesem Jahr steht das Ehrenamt im Mittelpunkt. Von meinen ersten Einsätzen möchte ich gerne berichten - aber auch von anderen Begegnungen mit engagierten Menschen in meinem Wahlkreis. Vor einer Woche ging es dann aber doch von Bonn nach Berlin zurück - zur Abstimmung über weitere Verhandlungen mit Griechenland. Meine Erklärung zu meinem Votum finden Sie übrigens auf meiner Homepage. Ich hoffe, Sie finden Gefallen an diesem kleinen "Zwischenruf" in der Sommerpause. 

Ich wünsche Ihnen weiterhin einen schönen Sommer!

Ihre
Dr. Claudia Lücking-Michel, MdB

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Einsatz bei der Bahnhofsmission

Am 6. Juli startete meine Sommertour "An Ihrer Seite" mit einem Einsatz bei der von Caritas und Diakonie getragenen Bonner Bahnhofsmission. Jeder Bonner wird den Hauptbahnhof gut kennen. Anders als üblich führte mich der Weg jedoch ganz zum Ende von Gleis 1, wo die Bahnhofsmission ihren Sitz hat. Die Bahnhofsmission ist eine christliche Hilfsorganisation mit mehr als 100 Anlaufstellen in ganz Deutschland. Sie bietet ehrenamtliche Hilfe bei den unterschiedlichsten Problemen, von Fahrplanauskünften bis hin zu der Vermittlung von Suchtberatungen. Ich durfte die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an diesem Tage unterstützen. Wir standen für die Beratung in den Räumlichkeiten bereit und haben zudem einen Rundgang über das Gleis gemacht, um unsere Hilfe anzubieten. Es war eine besondere Erfahrung, mit welch unterschiedlichen Problemen die Helferinnen und Helfer der Bahnhofsmission konfrontiert sind. Teilweise sind Lösungen schnell gefunden, doch manchmal müssen sie auch mit schwierigen Problemen umgehen. Es hat mich beeindruckt, wie engagiert die Damen und Herren in den blauen Westen anderen Menschen unter die Arme greifen und es hat mich gefreut, sie hierbei für einige Stunden zu begleiten.

Unterwegs mit dem Team der Bahnhofsmission.

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Diskussion über Sterbehilfe

Am 6. Juli habe ich mit den Mitgliedern des Arbeitskreises Gesundheit der CDU Bonn und interessierten Bürgerinnen und Bürgern über die möglichen gesetzlichen Regelungen der Sterbehilfe diskutiert. Anlass für diesen Termin war die erste Lesung zu den vier fraktionsübergreifenden Gruppenanträgen in der letzten Sitzungswoche im Bundestag. Meine Rede im Plenum hierzu können Sie hier ansehen. Die Gruppenanträge reichen von einem Verbot jeglicher Form der Sterbehilfe bis hin zu einer ausdrücklichen Regelung des ärztlich assistierten Suizids. Neben den anderen Anträgen wurde an diesem Abend natürlich intensiv über den Antrag meiner Gruppe gesprochen, der sich für ein strafbewehrtes Verbot jedweder organisierter Sterbehilfe einsetzt und die meiste Zustimmung der Anwesenden erhielt.

Das Foto zeigt mich umrahmt von Mitgliedern des Arbeitskreises Gesundheitspolitik zusammen mit dem Leiter Prof. Dr. Karl Broich (2.v.r.).

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Ereignisreiche Tage kommen auf meine Reisegruppe zu

Am 8. Juli traf ich schon einmal einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer meiner zweiten BPA-Informationsfahrt nach Berlin. Die Reisen sind vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA) im Namen der Bundestagsabgeordneten organisierte Fahrten. Die Reisegruppe wird Anfang August in die Bundeshauptstadt fahren. Das Programm ist umfangreich: Die Gruppe wird unter anderem das Reichstagsgebäude, das Bundeskanzleramt sowie die Gedenkstätte Berliner Mauer besuchen. Bei dem Vortreffen haben wir uns vor allem über aktuelle politische Themen ausgetauscht, im Mittelpunkt stand dabei natürlich die Griechenland-Krise.

Vom 5. bis 8. August werden die Teilnehmer meiner BPA-Fahrt Berlin erkunden.

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Besuch bei der Hausgemeinschaft Lichtbogen

Am 14. Juli habe ich die Hausgemeinschaft "Lichtbogen" besucht. Die Gemeinschaft ist Teil eines gewachsenen Siedlungsprojektes in Bonn-Holzlar, bei dem Menschen mit Behinderung ambulant betreut werden. Durch qualifiziertes Personal wird den Menschen dort eine weitestgehend eigenverantwortliche Lebensgestaltung ermöglicht. Die meisten Bewohner arbeiten stundenweise beim Verein für gemeindenahe Psychiatrie und gestalten ihren Tagesablauf ansonsten möglichst eigenständig. Im Gebäude im Bergmeisterstück wohnen derzeit zwölf Personen in Appartements, weitere Personen werden in der fussläufigen Nachbarschaft in ihren Einzelwohnungen stundenweise ambulant betreut. Der Verein, der hinter dem Projekt steht, nennt sich "STUNK" (sich-trauen-und-näher-kommen). Sozialleistungen können die Integration behinderter Menschen in die Gesellschaft nicht ersetzen, sondern nur erleichtern und fördern. Wichtig sind persönliches und gesellschaftliches Engagement, damit eine Eingliederung gut gelingt. Deshab geht mein Dank an den ehrenamtlich arbeitenden Vorstand, der eine solche Integration erst ermöglicht und fördert.

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Starkes ehrenamtliches Engagement im Hospizverein

Der 15. Juli war der zweite Tag meiner Sommertour. Ich besuchte den Bonner Hospizverein in Bad Godesberg. Dort werden Patienten ambulant durch insgesamt 65 Ehrenamtliche begleitet. Zusätzlich gibt es die stationäre Versorgung am Waldkrankenhaus. Insbesondere die ambulante Betreuung durch die zahlreichen Ehrenamtlichen hat mich beeindruckt. Ein Sterben in vertrauter Umgebung - wenn möglich zu Hause - ist das vorrangige Ziel. Die wesentliche tragende Kraft der Hospizarbeit sind darum die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Die Begleitung und Unterstützung unheilbar kranker und sterbender Menschen ist ein hoher gesellschaftlicher Verdienst. Sterben muss jeder von uns alleine. Als Gesellschaft sind wir aber verantwortlich dafür, unter welchen Bedingungen Menschen sterben.

Ermöglichten mir einen guten Einblick in die Arbeit des Vereins: Susanne Gundelach (l.), Gitta Protte, Ines Baltes (r.).

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Und so geht es weiter:

In den kommenden Wochen werde ich mich verstärkt um meine Familie kümmern. Am 12. August wird dann die Sommeraktion fortgeführt - und zwar beim Technischen Hilfswerk in Bonn. Am 18. August werden ich dann gleich zwei Praktika absolvieren: bei der Bonner Tafel und in der Begegnungsstätte für Flüchtlinge in Dransdorf. Gleich am 12. August werde ich eine Bürgersprechstunde in meinem Wahlkreisbüro anbieten. Am 15. August freue ich mich auf das große Familienfest der CDU in Bonn und den Verein "Kleiner Muck" werde ich am 17. August kennenlernen. Diese und weitere Termine finden Sie wie immer aktuell auf meiner Internetseite. Ich freue mich auf diese Termine und auf die damit verbundenen interessanten Gespräche und Begegnungen. Wir sehen uns!

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Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich weiterhin einen schönen Sommer!

Foto: Christiane Lang

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