Praktikumsbericht von Dennis Frühbrodt (2. bis 30.11.2016)

Ich heiße Dennis Frühbrodt und habe im November 2016 ein Praktikum bei Frau Dr. Lücking-Michel absolvieren dürfen. Nun ist der folgende Text ein weiterer Praktikumsbericht unter vielen. Allerdings ist jeder Bericht in der Hinsicht einzigartig, als das er versucht, die Eindrücke und die Erlebnisse der Praktikanten in Worte zu fassen, wobei jeder von ihnen dabei andere Schwerpunkte setzt.

Ich habe mir lange überlegt, welche Schwerpunkte für mich wichtig sind und möchte mich dabei auf drei beschränken, obwohl die gesammelten Eindrücke und Erlebnisse wahrscheinlich ein ganzes Buch füllen könnten. Zunächst möchte ich den offenkundigen Bereich der Arbeit ansprechen, wobei ich diesen in „Arbeit im Büro“ und in „Arbeit unterwegs“ teilen möchte, womit der Großteil meiner Arbeit beschrieben wird. Folgend und als letzter Schwerpunkt soll versucht werden, zu zeigen, warum ich überhaupt das tue, was ich tue. Also, was meine Motivation war, bei Frau Lücking-Michel ein Praktikum gemacht zu haben.

Arbeit im Büro – Hier ist ganz klar die Recherche und vorbereitende Arbeit hervorzuheben. Sie bildet das Fundament aller weiteren Arbeit. Seien es Terminabsprachen, Erstellung von Briefings, Medienauswertungen, Telefonkonferenzen oder Protokolle verfassen, um nur einige der Bereiche zu nennen, die während der Arbeit im Büro anfallen. Sie helfen alle dabei, Frau Lücking-Michel bei Ihrer Arbeit zu unterstützen. Ich habe mich persönlich sehr darüber gefreut, dass ich ab Tag 1 direkt ins „kalte Wasser“ geschmissen wurde und mit den verschiedensten Aufgaben bereut wurde. Damit konnte ich nicht nur zeigen, dass ich von Beginn an einen Mehrwert für Frau Lücking-Michel leisten kann, sondern es zeigte auch mir, dass ich von Anfang an ein Teil des Teams war.

Arbeit unterwegs – Man weiß bzw. kann sich denken, dass Politiker bei Veranstaltungen zu Gast sind, zu Podiumsdiskussionen eingeladen werden, Vorträge halten, aber auch in verschiedenen Ausschüssen Mitglied sind, an Plenarsitzungen teilnehmen oder bei Konferenzen anwesend sind, um nur einige der Arbeiten zu nennen, die unter „unterwegs“ verstanden werden sollen. All diese Tätigkeiten sind das Ergebnis der Vorarbeit aus dem Büro und helfen dabei Ideen in die Praxis umzusetzen. Von dieser „Arbeit unterwegs“ möchte ich gerne zwei Erfahrungen teilen Die eine Erfahrung aus Bonn, die andere in der Zeit aus Berlin. Ich hatte das Glück, Frau Lücking-Michel für eine gute Woche in Bonn zu den verschiedensten Terminen begleiten zu dürfen. Auch wenn es nur für eine Woche war, muss ich sagen, viel dazu gelernt zu haben. Die wichtigste Erkenntnis war wohl, die Sichtweise eines Mitarbeiters einnehmen zu dürfen und somit alle Termine über den Tag und die Woche hinweg in ihrer Ganzheit zu betrachten. Die Vorbereitung der Termine, die verschiedenen Themen und die Zielgruppenansprache die damit einhergeht sind nur einige Aspekte, die aus dieser Erkenntnis folgen. In Berlin hatte ich die Gelegenheit, als Mitarbeiter ins Parlament und seine Häuser gehen zu dürfen. Was mich wirklich erstaunt hat, war die Offenheit und Nähe innerhalb der Häuser und unter den Abgeordneten und deren Mitarbeiter fraktionsübergreifend. Da ich Politik in Berlin bisher nur aus der Distanz betrachten konnte, war dieser Sichtwechsel für mich einmalig und auch wertvoll, wofür ich Frau Lücking-Michel und ihren Mitarbeitern zur Ermöglichung dieser Erlebnisse sehr dankbar bin.

Motivation – Meine „Grundmotivation“ ist einfach gesagt, dass ich ‚Politik verstehen‘ möchte. Nun ist die Umsetzung dieser Motivation wohl mehr als lebensfüllend und wahrscheinlich nie zufriedenstellend zu bejahen. Wenn man aber so einer riesigen Herausforderung gegenübersteht, ist es hilfreich, zum einen einfach anzufangen und zum anderen es in kleinen Schritten abzuarbeiten. Daher war bei Frau Lücking-Michel konkret das Ziel, einen Einblick in den Alltag einer Bundestagsabgeordneten zu erhalten, den ich weiter oben versucht habe wiederzugeben. Meiner Meinung nach ist das Ziel absolut erreicht worden. Und ich bin insgesamt über die Erlebnisse und Erfahrungen während meines Praktikums froh – und glücklich, dass ich mir die Zeit genommen habe, jenes zu tun, was mich interessiert.

Frühbrodt