Laumann zu Gast in Bonn – Zu den Reformen in der Pflegepolitik

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Klartext war angekündigt und Klartext wurde den Zuhörern auch geboten. Karl-Josef Laumann, Staatsekretär und Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigter für Pflege, kam zu einer Diskussion über die Pflegepolitik nach Bonn. Eingeladen hatten ihn die CDU-Bundestagsabgeordnete Claudia Lücking-Michel und die Christliche Arbeitnehmerschaft Bonn.

„Die Resonanz im Margarete-Grundmann-Haus zeigt, wie wichtig das Thema auch für die Bonnerinnen und Bonner ist“, sagte Claudia Lücking-Michel. Sie führte am Mittwochabend auch in die Diskussionsveranstaltung mit über 40 interessierten Bürgerinnen und Bürgern, darunter auch viele Fachleute aus Bonner Pflegeeinrichtungen, ein.

Für die CDU/CSU ist die Pflegepolitik ein Hauptthema in dieser Wahlperiode. Die Unionsfraktion im Bundestag hat daher dafür gesorgt, dass seit Anfang 2015 mehr Geld in die Pflege fließt. Die höheren Vergütungen kommen den Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen und den Pflegekräften zugute.

Die Stärkung der Attraktivität von Pflegeberufen, so Karl-Josef Laumann, hat weiter oberste Priorität. Mit der Reform der Pflegeausbildung hin zu einer generalisierten Ausbildung soll die Gehaltsdiskrepanz zwischen Alten- und Krankenpfleger nivelliert und die Qualität der Pflege gesteigert werden.

Die Forderung nach einer trägerfreien Beratung von Pflegebedürftigen und Angehörigen unter dem Grundsatz der Wahlfreiheit fand unter den Diskussionsteilnehmern an diesem Abend breiten Zuspruch. Hier sieht Laumann auch akuten Handlungsbedarf. Auch die Forderung nach einer Stärkung des therapeutischen Ansatzes in der Pflege traf bei Laumann auf offene Ohren. Bemängelt wurde indes mit Blick auf stationäre Pflegeeinrichtungen die landespolitische Umsetzung der auf Bundesebene beschlossenen Reformen.