Lücking-Michel und Frauen Union diskutierten zum Equal Pay Day

Unter dem Titel „Arbeitswelt 4.0: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit?“ diskutierten am Montagabend, 29. Februar 2016, die Bundestagsabgeordnete Dr. Claudia Lücking-Michel zusammen mit der Bonner Frauen Union und dem Gast Eva Welskop-Deffaa, Bundesvorstandsmitglied von Verdi. Welskop-Deffaa hielt zu Beginn einen spannenden Impulsvortrag, in dem deutlich wurde, dass die Ursachen des Lohnunterschieds zwischen den Geschlechtern besonders auf die wenigen Frauen im oberen Bereich der Karriereleiter, auf das häufigere Unterbrechen oder Reduzieren der Erwerbstätigkeit aus familiären Gründen und auf die prinzipiellen Unterbewertung von typischen Berufstätigkeiten von Frauen zurückzuführen sind.

Zu den schon existierenden Hauptursachen des so genannten Gender Pay Gap kommen in der Arbeitswelt 4.0 neue Herausforderungen hinzu: Die zunehmende Digitalisierung fördert nämlich immer neue Formen von Plattform-Ökonomien, bei der Menschen in immer neue Arten von Schein-Selbstständigkeiten geraten. Hier zeigt sich schon jetzt der Trend, dass Frauen zu einem Großteil in den prekären Einkommenssituationen der Solo-Selbstständigkeit zu finden sind. Dies bestärkt dann auch zukünftig den Unterschied in der Altersversorgung der Geschlechter. „In Zukunft wird es noch wichtiger werden als heute, dass Mädchen und junge Frauen eine sehr gute Ausbildung haben, bei Ihrer Entscheidung  die ganze Breite möglicher Berufs-und Studienfachangebote in Betracht ziehen und sich auch gerade vor den sogenannten Mint-Fächern nicht Bange machen lassen“, so Lücking-Michel.

„Im Jahr 2014 verdienten Frauen durchschnittlich immer noch 21,6 Prozent weniger als Männer. Rechnet man den Prozentwert in Tage um, arbeiten Frauen 79 Tage, vom 1. Januar bis zum 19. März 2016, umsonst“, macht Eva Welskop-Deffaa klar.

Dieser Tag wird als Equal Pay Day bezeichnet, auf den die Bonner Frauen Union mit dieser Veranstaltung aufmerksam machen wollte.

Equal Pay