Region bekräftigt Zusammenhalt bei den anstehenden Diskussionen zum Thema Bonn/Berlin.

Am Montag (29. Februar) kamen auf Einladung von Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan die Landräte Sebastian Schuster (Rhein-Sieg-Kreis) und Jürgen Pföhler (Kreis Ahrweiler) sowie weitere zentrale Akteure der Region zusammen, um über die derzeitige Erstellung eines Sachstandsberichtes zur Arbeitsteilung zwischen der Bundeshauptstadt Berlin und der Bundesstadt Bonn durch die Bonn/Berlin-Beauftragte, Bundesministerin Barbara Hendricks, zu beraten. Der Dialog wurde dabei überparteilich und im Interesse der Region Bonn geführt.

Als Mitglieder des Deutschen Bundestages aus der Region nahmen Elisabeth Winkelmeier-Becker, Dr. Claudia Lücking-Michel, Ulrich Kelber, Katja Dörner und Dr. Alexander S. Neu an dem Gespräch teil. Mit Alexander Graf Lambsdorff und Axel Voss waren zwei Mitglieder des Europäischen Parlaments vertreten. Die Mitglieder des Landtags Ilka von Boeselager und Renate Hendricks waren in Vertretung ihrer jeweiligen Fraktionsvorsitzenden dabei.

Es herrschte Einigkeit darüber, dass die Region bei der Vertretung ihrer Interessen und der Sicherung der im Berlin/Bonn-Gesetz gemachten Zusagen über Parteigrenzen hinweg mit einer Stimme spricht und gemeinsam für die Sicherung der Zukunft Bonns und der Region als Bundesstadt eintreten wird. Dabei kann die Region auch auf den Rückhalt der Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz setzen. Oberbürgermeister Sridharan fasste das Gesprächsergebnis so zusammen: „Wir werden weiter auf den im Berlin/Bonn-Gesetz gemachten Zusagen bei der Arbeitsteilung zwischen Berlin und Bonn bestehen und fordern auch weiterhin die Rolle Bonns als zweites politisches Zentrum im föderal strukturierten Deutschland ein.“ Landrat Schuster unterstrich: „Die im Gesetz festgelegte Arbeitsteilung ist Aus-druck gelebter Bundesstaatlichkeit, von der das ganze Land profitiert.“ Landrat Pföhler betonte, die Region sei für die anstehenden Diskussionen gerüstet: „Wir erwarten, dass nichts geplant und entschieden wird, ohne dass die Region einbezogen wird.“

Das Fazit der Runde: es muss am Ende sichergestellt sein, dass es eine dauerhafte und verlässliche Regelung gibt. Das nächste Treffen ist für den 23. Mai terminiert.

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