Widerstand gegen Praxenschließung weitet sich aus

Im Zuge der von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) geplanten Reduktion der Notfallpraxen in Nordrhein Westfalen zeichnet sich immer stärkerer Widerstand ab.

Auf einer Versammlung der Ärztekammer Nordrhein vergangenen Samstag in Düsseldorf sprach sich diese nun gegen die Pläne der KVNO aus. Aus Sorge um einen möglichen Versorgungsengpass hat sich auch die Bonner Bundestagsabgeordnete Claudia Lücking-Michel in einem persönlichen Brief an den Vorsitzenden der KVNO, Herrn Dr. Potthoff gewandt. Kritik kam in Bonn ebenfalls von Seiten der Beueler CDU. Die CDU Beuel-Mitte hatte in einem offenen Brief an Potthoff bereits sehr früh Gegenwehr demonstriert.

„Wieder einmal zeigt sich, dass beharrliches Engagement etwas bewirken kann. Ich bin optimistisch, dass es uns gelingen wird, eine zufriedenstellende Lösung zu finden, welche insbesondere die umfassende und professionelle Versorgung akut betroffener Bonnerinnen und Bonner Patienten gewährleistet“, stellt Lücking-Michel fest.

Die Absage der Ärztekammer stellt aus Sicht Lücking-Michels einen begrüßenswerten Schritt in die richtige Richtung dar, um nun nach einer „sachgerechteren Lösung zu suchen“. Die Reaktion auf den Brief sowie den Beschluss der Ärztekammer seitens der KVNO gilt es nun abzuwarten. Auf Bonn bezogen sahen die Pläne der Notfalldienstreform die Schließung dreier Praxen vor. Die neue zentralisierte Praxis sollte im Petrus-Krankenhaus angesiedelt werden.