Politische Unterstützung für Weltkulturerbe-Antrag für den Verein Bürger für Beethoven

Die Bonner Bundestagsabgeordnete Claudia Lücking-Michel hat dem Verein Bürger für Beethoven ihre volle Unterstützung zugesagt. Wie berichtet, hat der Verein über die Landesregierung NRW beim Bund den Antrag eingereicht, dass die Unesco Ludwig van Beethoven in die Lise des sogenannten immateriellen Weltkulturerbes aufnehmen soll.

Die Erstellung eines bundesweiten Verzeichnisses des immateriellen Kulturerbes ist ein mehrstufiges Verfahren, an dem die Bundesländer, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Auswärtige Amt und die Deutsche Unesco-Kommission beteiligt sind. In diesem Jahr wird dieses erstmalig ausgeschrieben.

„Es wäre ein bedeutender Tag für die Bundesstadt, wenn dem berühmtesten Sohn der Stadt diese Anerkennung zuteil würde. Bislang hat es noch kein Komponist in das Verzeichnis eines immaterielles Kulturerbes geschafft. Das wäre schon eine Sensation und würde Bonn international weiter stärken“, sagte Lücking-Michel weiter.

Das Wirken Beethovens erhielte damit einen noch größeren weltweiten sowie kulturellen Stellenwert. Die mit der Aufnahme verbundene Kulturpflege müsste dann aber auch staatlich gefördert werden, sodass Bonn davon profitieren könne, betonte Lücking-Michel und verwies darauf, dass es erst kürzlich Anlass zur Freude gegeben habe, als das Beethoven-Jubiläum 2020 als „nationale Aufgabe“ im Koalitionsvertrag von CDU und SPD verankert worden sei.

„Ich hoffe sehr, dass der Antrag des Vereins Bürger für Beethoven Erfolg haben wird“, meldet sich auch der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Frithjof Kühn, zu den Bemühungen der Bürger für Beethoven. Es beeindrucke ihn immer wieder aufs Neue, wie viel mit bürgerschaftlichem Engagement erreicht werden könne, lobte Kühn den Verein. „Wenn Beethoven Weltkulturerbe wird, erfährt die gesamte Region eine Aufwertung“, ist er überzeugt.

(Artikel Bonner General-Anzeiger vom 10.12.2013)