Bonn als Beethovenstadt profilieren

Die Ergebnisse der Umfrage zum Tag der Marktforschung zeigen erfreulich viele gute Seiten Bonns. Bei einem Projekt aber besteht dringender Handlungsbedarf: Es geht um die Frage nach einem neuen Festspielhaus.
Bundestagskandidatin Claudia Lücking-Michel: „Wenn 2020 in aller Welt der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven gefeiert wird, ist das eine große Chance für seine Geburtsstadt Bonn, sich als Beethovenstadt zu profilieren. Bis dahin braucht unsere Stadt einen angemessenen Konzertsaal. Ohne den würden wir uns im großen Beethoven-Jubiläumsjahr vor aller Welt blamieren. Ein neues Festspielhaus ist darauf die Antwort mit besonderer Strahlkraft und großer regionaler, landesweiter, nationaler wie internationaler Bedeutung.“
Dabei ist klar, dass die Stadt angesichts ihres Haushaltes sich nicht an den Baukosten beteiligen kann und darf. Die Planungen sehen das auch nicht vor: Der Bau des Festspielhauses muss (incl. evtl. Baukostensteigerungen) vollständig privat finanziert werden. Dabei muss es bleiben. Das finanzielle Engagement vieler Beteiligten in dieser Sache verdient große Anerkennung: die Deutsche Post beginnend mit dem erfolgreichen Architektenwettbewerb 2009; viele Bonner Bürger, die örtliche Wirtschaft um die IHK Bonn-Rhein-Sieg mit der Aktion 5000×5000 sowie der Bonner Mittelstand beim „Beethoventaler“, den das Bonner Hotel- und Gaststättengewerbe initiiert hat.
„Es geht mir als Bundestagskandidatin aber vor allem auch darum, deutlich zu machen, dass das Beethovengedenken in Bonn und damit auch der Bau und Betrieb eines Festspielhauses eine nationale Aufgabe sind. Mit dem Bundestagsbeschluss für ein Beethoven-Festspielhaus in Bonn wurde dies unterstrichen und darüber hinaus schon 2007 für die Betriebsstiftung Festspielhaus 39 Mio. Euro zur Verfügung gestellt“.
Diese Chancen darf Bonn nicht verstreichen lassen, sondern sollte jetzt die nötigen Weichen stellen. Dazu liegt ein gültiger Stadtratsbeschluss vor. Oberbürgermeister Nimptsch und die Verwaltung müssen endlich ihrer Verantwortung nachkommen und den Ratsbeschluss vom September 2012 mit seinem klaren Bekenntnis zum Beethoven-Festspielhaus umsetzen.